Alma

Übersetzt vonVerena von Koskull

Ein italienischer Bestseller: Triest, Liebe und Erinnerung im 20. Jahrhundert – für Fans von Francesca Melandri und Elena Ferrante

3.94118 Sterne

(85 Bewertungen insgesamt)

» Alma ist ein intensiver und atmosphärischer Roman« Zeichen & Zeiten

»Die italienische Schriftstellerin Federica Manzon gehört zu den interessanten Stimmen der zeitgenössichen, europäischen Literatur.« Regula StÄmpfli, Art is A Piece of Cake

Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Alma in ihre Heimatstadt Triest zurück - eine Stadt an der Grenze zwischen Ost und West. Hier begegnet sie Vili wieder, ihrer Jugendliebe, der ihr nun das väterliche Erbe übergeben soll. Zwischen den Erinnerungen an die Habsburger Kaffeehäuser ihrer Großeltern, an endlose Kindheitssommer und die Straße gen Osten, auf der ihr Vater einst immer wieder verschwand, wird Alma mit Fragen nach Herkunft, Liebe und Identität konfrontiert. Und da ist auch der Schatten des Krieges jenseits der Grenze, der ihre Liebe zu Vili vor vielen Jahren erschüttert hat ...

»Wer etwas wissen möchte über Triest und Italiens östliche Grenze, der muss Alma lesen. Ein perfekter Roman.« REPUBBLICA

»Federica Manzon schafft mit ganz eigenem, magischem Talent ebenso charismatische wie vielschichtige Figuren.« LA STAMPA

»Nur den ganz großen Romanen gelingt es, eine Welt zu erschaffen, in die die Leserinnen eintauchen können. Sie öffnen uns Zeit und Raum.« ELLE

»Federica Manzon malt ein Fresco aus Geschichten, die uns nicht mehr loslassen.« AVVENIRE

»Die Autorin Federica Manzon webt eine Geschichte vom Erwachsenwerden in stürmischen Zeiten und zeigt, wie das Elternhaus und die politischen Unruhen unauslöschliche Spuren hinterlassen. Das gelingt ihr mit Brillanz!« Kultur Blog

24,00 €

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Produktinformationen

Verlag

Pfaueninsel

Format

Buch (Hardcover)

Genre

Literarische Unterhaltung

Seitenanzahl

320 Seiten

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-69131-006-1

Manzon / Alma / Bild mobil

85 Meinungen zu diesem Titel

Rezensionen aus der Lesejury

4 Sterne
17.02.2026
Ein Roman über Triest - Grenzstadt zwischen Ost und West
Gebundenes Buch mit einem schönen Schutzumschlag: malerische Stadtkulisse an der Adria mit einer zum Meer hin steil abfallenden Straße - das könnte eine touristische Sehenswürdigkeit sein. Die Idylle trügt: Triest, ehemals Grenzstadt am Eisernen Vorhang, an der Bruchlinie zwischen Ost und West gelegen, wurde nach dem Kriegsende 1945 mitsamt ihrem gemischtsprachigen Hinterland erfolgreich von Jugoslawien beansprucht, gehörte ab 1954 wieder zu Italien.Der zu Ende gehende Kommunismus und seine Spielart auf dem Balkan sind untrennbar mit dem Schicksal von Alma, ihrer Familie und ihren Freunden verbunden. Alma hat als Kind lange bei den Großeltern gelebt, in einem großbürgerlichen, gepflegten, belesenen KuK Ambiente voller Kultur, in einer schönen, behaglichen, unerschütterlichen Welt. Doch diese Idylle zerbricht, weil ihre Mutter mit einem "Slawen" verheiratet ist, der scheinbar spielerisch zwischen West-Ost und Ost-West die Seiten und die Sprachen wechselt.Sprachenvielfalt und -wirrwarr gibt es nicht nur in Almas Familie, sondern im ganzen Land. Die Menschen verstehen einander nicht, lehnen die Anderssprachigen ab, obwohl sie nun eine Nation sind. Die Wechsel, die zum Balkankrieg führten, haben die Menschen geprägt. Manchmal ist es unklar, wer auf welcher Seite steht. Wer hat mit den Grausamkeiten und Massakern an der Zivilbevölkerung angefangen - die Armee? Partisanen? Milizen? Es ist jedenfalls klar, dass Alma, ihr Vater, ihre Großeltern, Vili so wie auch alle anderen von dem Konflikt betroffen sind.Vili, der zusammen mit Alma in deren Familie aufgewachsen ist, aber einer anderssprachigen Minderheit angehört. Vili, der sich zur Religion hingezogen fühlt und taufen lässt. Gemeinsame Kindheit und erste Jugendliebe ... Später verlieren sie sich aus den Augen. Vili engagiert sich im Widerstand und macht Kriegsfotos. Als Alma das klar wird, fährt sie zu ihm nach Belgrad und erlebt in der Folge das Grauen des Krieges, das später vertuscht wird. Keiner weiß Informationen von Gerüchten zu unterscheiden. Almas Vater ist nach dem Zerfall der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien ein gebrochener Mann. Als sie zu seiner Beerdigung nach Triest kommt, erhält sie von Vili die Hinterlassenschaft ihres Vaters, eine Kiste voll mit Dokumenten, die sie erschüttern und ein ganz neues Licht auf ihre Erlebnisse werfen. Packendes Buch für jeden, der sich für die Balkanstaaten interessiert

Guildenstern

3 Sterne
24.02.2026
Nicht so einfach zu Lesen
Alma von Federica ManzonDas Cover deutet eher auf ein Urlaubsroman  hin. Das ist aber überhaupt nicht der Fall.Alma wächst in Triest auf. Eine Grenzsstadt zum ehemaligen Jugoslawien. Er spielt auch zum Teil in der Zeit als es noch Jugoslawien wahr. Ihr Vater pendelt Jahrelang zwischen den Statten Italien und Jugoslawien von wo er kommt. Er geht auch einer Arbeit nach die mit Tito in Verbindung ist. Eines Tages bringt ihr Vater Vili aus Belgrad mit nachhause. Von nun an lebt der Junge bei ihnen. Er ist etwa im gleichen alter wie Alma. Seine Eltern sind Dissidenten und wollen, dass ihr Sohn jenseits der Grenze in Sicherheit aufwächst. Alma und Vili weichen aneinander aus und in der Jugendzeit werden sie ein heimliches Liebespaar. Dan bricht der Krieg aus in Jugoslawien und Vili geht zurück nach Belgrad. Alma folgt ihm. Es herrscht Krieg und Vili ist Tagelang unterwegs bis er zu Alma in die Wohnung zurückkehrt in Belgrad. Eines Tages geht Alma wieder zurück nach Italien sie hat genug von Vili. Nach dem ihr Vater gestorben ist kehrt Alma nach Triest zurück wo ihr Vili ihr Erbe übergeben soll.In der Geschichte hatte es viele Zeit Sprünge und ich musste mich sehr konzentrieren zum Lesen. Es ist nicht so ein Roman der man einfach schnell Lesen kann.       
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Joenna

3 Sterne
03.03.2026
Sehr komplex
Zum Inhalt:Nach dem Tod des Vaters kehrt in Alma in ihre alte Heimat Triest zurück. Hier begegnet sie ihrer alten Jugendliebe wieder, der ihr das Erbe des Vaters übergeben soll. In der alten Heimat holen sie die Erinnerung ein an endlose Sommer, die Kaffeehäuser ihrer Großeltern, aber auch an die Straße, auf der ihr Vater früher immer wieder verschwand. Meine Meinung:Das Buch ist komplexer als der Titel oder auch der Klappen zu vermitteln vermag, denn es gibt viele Zeitenwechsel und auch Wechsel der Schauplätze. Zudem wird auch ein Thema aufgegriffen, dass einem wahrscheinlich nicht mehr sehr präsent ist, die politischen Unruhen, die zu mehr als nur einer Auseinandersetzung geführt haben. Alma ist ein vielschichtige Figur, mit der ich trotzdem nicht wirklich warm geworden bin. Der Vater, der trotz seines dauernden Verschwindens eine sehr dominierende Stellung im Buch einnimmt, hatte es sicher auch nicht leicht, aber macht es der Familie auch nicht gerade einfach, ihm nahe zu kommen. Insgesamt hätte ich es gut gefunden, wenn es eine Karte im Buch gegeben hätte, um die Geschehnisse besser einordnen zu können.Fazit:Sehr komplex
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brauneye29

3 Sterne
31.03.2026
Historisch dicht und anspruchsvoll
Alma von Federica Manzon ist ein literarisch anspruchsvoller Roman, der viel Aufmerksamkeit und Geduld verlangt. Die Autorin verwebt eine dichte Erzählweise mit zahlreichen historischen Details, die dem Buch zwar Tiefe verleihen, es aber gleichzeitig nicht gerade zu einer leichten Lektüre machen.Beim Lesen wird schnell deutlich, dass hier weniger eine klassische, leicht zugängliche Geschichte erzählt wird, sondern vielmehr ein vielschichtiges Bild entsteht, das man sich Stück für Stück erschließen muss. Gerade die Vielzahl an Hintergründen und Bezügen kann stellenweise fordernd sein.Der oft gezogene Vergleich mit Meine geniale Freundin von Elena Ferrante erscheint mir dabei etwas weit hergeholt. Während Ferrantes Werk stark von lebendigen Figuren und emotionaler Nähe lebt, bleiben die Charaktere in Alma eher auf Distanz. Sie wirken schwer greifbar und entwickeln für mich nicht die gleiche Tiefe oder Bindung.Ein literarisch dichter Roman, der auch als historisches Zeugnis dient, auf den man sich aber einlassen muss.

sternchen1082

Federica Manzon

Autorin

Federica Manzon, geboren in Pordenone, ist Schriftstellerin und Verlegerin. 2008 erschien ihr Romandebüt COME SI DICE ADDIO (Wie man Abschied nimmt). Für ihren von der Kritik gefeierten fünften Roman ALMA, der 2024 in Italien erschien und in neun Sprachen übersetzt wird, erhielt sie verschiedene Preise, darunter den Premio Campiello. Federica Manzon lebt in Mailand. ALMA ist ihr erster Roman, der auf Deutsch erscheint.

Portrait: Federica Manzon

© Basso Cannarsa