Bright Young Women

Übersetzt von

Jasmin Humburg

Roman – »Geschickt konstruiert, psychologisch scharfsinnig und umwerfend geschrieben.« THE SUNDAY TIMES

4.5 Sterne

(2 Bewertungen insgesamt)

Ein Samstag im Jahr 1978 in Florida: Mitten in der Nacht dringt ein Mann in ein Studentinnenwohnheim ein. Er geht von Zimmer zu Zimmer und tötet mehrere Bewohnerinnen. Schon bald wird er als einer der bekanntesten Serienmörder der USA bekannt sein. Doch er wurde bei seiner Tat beobachtet.

Die Überlebenden, darunter Hauptzeugin Pamela Schumacher, wird diese Nacht für immer verändern. Sie sind alle zum Opfer geworden. Aber sie erzählen hier ihre Perspektiven, sie bleiben Herrinnen ihrer Geschichten. Und sie jagen den Täter auf eigene Faust - gegen Widerstände aus Justiz und Polizei; gegen die öffentliche Meinung, die den Serienmörder idolisiert.

14,99 €

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Produktinformationen

Verlag

Eichborn

Format

eBook (epub)

Genre

Literarische Unterhaltung

Seitenanzahl

461 Seiten

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7517-6459-9

2 Meinungen zu diesem Titel

Rezensionen aus der Community

4 Sterne
15.11.2024
Eine Empfehlung für Liebhaber*innen amerikanischer Spannungsliteratur
Jessica Knoll ist eine New Yorker Bestsellerautorin. Vielleicht hast du auf Netflix den Thriller „Ich.Bin.So.Glücklich“ gesehen, der auf ihrem Roman beruht? Auch ihr neuester Roman „Bright Young Woman“ war in den USA wieder ein hochgelobter Bestseller. Das wundert mich nicht, denn der Roman ist ziemlich spannend, liest sich gut weg und hat gesellschaftskritischen und vor allem feministischen Anspruch. Der Ausgangspunkt von Knolls Roman ist ein schreckliches Verbrechen Ende der 70er in Tallahassee, Florida. Ein Mann, er ist bereits ein Serienmörder, bricht nachts in ein Studentinnenwohnheim ein und verletzt, vergewaltigt und tötet mehrere junge Frauen. Dabei geht er brutal und grausam vor und kann danach entkommen. Als Leser*in erlebe ich den Vorfall aus den Augen der Ich-Erzählerin Pamela, die den Angriff überlebt und den Täter als einzige beschreiben kann. Die Situation nach der Tat ist unübersichtlich und chaotisch, die Suche nach dem Täter verläuft unkoordiniert und ineffizient. Pamelas Täterbeschreibung wird nicht ernst genommen. Erst viel später wird klarwerden, wie viele Menschen der Täter bereits getötet und verletzt hat. Und viele der Taten hätten verhindert werden können, hätte man dem Leben und den Worten von Frauen genauso viel Wert beigemessen, wie den Worten und Ansehen eines Mannes. Knoll erzählt auf verschiedenen, nicht chronologisch ablaufenden Zeitebenen, wie diese Nacht Pamelas Leben beeinflussen und prägen wird. Auch mit ihrer zweiten Ich-Erzählerin Ruth und ihrem zweiten Erzählstrang gibt sie einem weiteren Gewaltopfer eine starke und eigenen Stimme. Ganz stark finde ich auch, wie Knoll die Atmospähre und das Lebensgefühl der amerikanischen 70er Jahre einfängt. Mir gefällt, wie sie die Frauen komplett in den Vordergrund stellt und ihren Perspektiven den Vorrang lässt. Nicht einmal der Name des Täters, wird genannt, obwohl ich ihn natürlich kenne, genauso wie die Details seiner Taten. Der Schluss des Romans macht mich wütend, weil es stimmt, was Knoll ihre Protagonistin Pamela sagen lässt, „weil Mühe und Geld in eine entstaubte Version der Geschichte für eine neue Generation geflossen waren, nur damit der Regisseur dieselben Scheuklappen tragen konnte wie die Männer, die vor vierzig Jahren die Schlagzeilen schrieben.“ Sie bezieht sich dabei auf die anhaltende voyeuristische Ausschlachtung der Morde, die den Fokus meistens auf die Psyche des Täters legen und nicht auf die Opfer und ihre Angehörigen. Mit „Bright Young Woman“ arbeitet Knoll gegen diesen Fokus und gegen die Mystifizierung von Mord und Gewalt. Sie tut dies in der Form eines spannenden Romans mit Page-Turner Qualität, der mich stilistisch aber nicht ganz überzeugen konnte. Der inkonsistente Aufbau und die Einführung von Ruth als zweite Erzählerin hat mich stellenweise überfordert. Für mich hätte der gesellschaftskritische und feministische Ansatz, der besonders auf den letzten Seiten anklingt, gerne noch stärker ausgearbeitet werden können. Aber auf jeden Fall eine Empfehlung für Liebhaber*innen amerikanischer Spannungsliteratur!
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Lust_auf_literatur

5 Sterne
15.12.2024
Wow
Ein großartiges Buch das ich während dem ganzen Lesen so angespannt verfolgt habe. Mich hat es komplett gepackt und auch fasziniert. Ein Roman dass an den realen Ereignissen von Ted Bundy inspirieren ist. Tiefgründig und mitreißend, auch wenn es stellen gab, die mich wütend gemacht hat, konnte ich es nicht lange zur Seite legen. Die Geschichte beginnt im Jahr 1979 und stellt zugleich die damalige Gesellschaft gut und authentisch dar. Wir springen hier immer wieder in der Zeit, vor allem begleiten wir Pamela, die Vorsitzende des Verbindungshauses und die einzige Augenzeugin die den Täter gesehen hat. Hier steht vor allem die Frauen im Vordergrund, was so eine Tat mit denjenigen anfängt und wie versucht wird damit zu leben. Sehr lesenswert!
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Tanja_Wue

Jessica Knoll

Autorin

Jessica Knoll war Redakteurin bei der Cosmopolitan und arbeitet nun bei dem Frauenmagazin Self. Sie ist in einem kleinen Vorort von Philadelphia aufgewachsen und lebt inzwischen mit ihrem Mann in New York.

Portrait: Jessica Knoll

© Sabrina Lantos