Bright Young Women

Übersetzt von

Jasmin Humburg

Roman – »Geschickt konstruiert, psychologisch scharfsinnig und umwerfend geschrieben.« THE SUNDAY TIMES

4.38889 Sterne

(36 Bewertungen insgesamt)

Ein Samstag im Jahr 1978 in Florida: Mitten in der Nacht dringt ein Mann in ein Studentinnenwohnheim ein. Er geht von Zimmer zu Zimmer und tötet mehrere Bewohnerinnen. Schon bald wird er als einer der bekanntesten Serienmörder der USA bekannt sein. Doch er wurde bei seiner Tat beobachtet.

Die Überlebenden, darunter Hauptzeugin Pamela Schumacher, wird diese Nacht für immer verändern. Sie sind alle zum Opfer geworden. Aber sie erzählen hier ihre Perspektiven, sie bleiben Herrinnen ihrer Geschichten. Und sie jagen den Täter auf eigene Faust - gegen Widerstände aus Justiz und Polizei; gegen die öffentliche Meinung, die den Serienmörder idolisiert.

18,00 €

Alle Preise inkl. 7% gesetzl. Mehrwertsteuer zzgl. Versandkosten und ggf. Nachnahmegebühren, wenn nicht anders angegeben.

Lieferungszeitraum: Sofort lieferbar

Produktinformationen

Verlag

Eichborn

Format

Buch (Paperback)

Genre

Literarische Unterhaltung

Seitenanzahl

464 Seiten

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8479-0189-1

Pressestimmen

BRIGHT YOUNG WOMEN ist ein ganz besonderes Lesererlebnis, sehr empowernd und auch wirklich spannend erzählt. Als Leser:in möchte man unbedingt immer wissen, wie es weitergeht und rauscht nahezu durch die Seiten.
WDR2
Knolls Erzählung ist voller akribischer Details und zielt darauf ab, den Opfern eine Stimme zu geben, ohne den verführerischen Beigeschmack, der den Mörder für viele so faszinierend macht. Diese Erzählung zeigt eindrucksvoll, wie Frauen, egal ob jung oder alt, oft gegen Widrigkeiten kämpfen müssen, wenn sie versuchen, für ihre Überzeugungen einzustehen.
FAZ
Mich hat das Buch sehr beeindruckt. Echt gutes, spannendes Buch. Sehr entlarvend und gesellschaftskritisch. Gerne lesen!
1LIVE

36 Meinungen zu diesem Titel

Rezensionen aus der Community

5 Sterne
07.03.2025
Aufbegehren gegen das Wegsehen
Jessica Knoll platziert in ihrem Roman 'Bright Young Women' zwei mutige Frauen in den Mittelpunkt des Geschehens, die gegen vorherrschende gesellschaftliche Regeln aufbegehren und damit nicht nur ihr eigenes Leben in große Gefahr bringen, sondern obendrein durch ihr eigenmächtiges Handeln in den Fokus der Rechtsstaatlichkeit gelangen, welches schließlich mit ausgeprägten patriarchalen Befindlichkeiten kollidiert. Die Geschichte ist fiktional einer wahren Begebenheit nachempfunden, die sich Ende der siebziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts in den USA zugetragen hat. Aus verschiedenen Erzählperspektiven und Zeiträumen nähert sich die Autorin der Festsetzung eines brutal agierenden Serienmörders, ohne seinen Namen zu nennen, um den Opfern ein Denkmal zu setzen, ihnen eine Stimme zu geben. Pamela, eine der Protagonistinnen, ist in der Lage, den Verdächtigen einer bestialischen Mordserie im Haus einer studentischen Verbindung zu identifizieren. Allerdings gerät ihre Glaubwürdigkeit bei der Polizei in Schieflage durch eine Aussage, die sie versucht zu korrigieren. Die Ermittlungen geraten daraufhin ins Stocken durch Verschweigen von Indizien, weshalb Pamela gemeinsam mit Tina, die vor Jahren ihre Freundin auf ähnliche Weise verlor, auf Verbrecherjagd geht. Der Roman zeigt sich durch seine Darstellung frauenfeindlicher Verhaltensweisen in Verbindung mit einem kritischen Blick auf Meinungen aus der Bevölkerung zum vorliegenden Fall äußerst gesellschaftskritisch. Meine Rezension habe ich mit div. Online Buchhandlungen und Book-Communities verlinkt.
User Image

MEERBLICK

4 Sterne
04.11.2024
Eine gelungene Umsetzung
Ich fand die Idee des Buches super. Die Umsetzung ist der Autorin auch sehr gut gelungen. Es gab sogar einen twist den ich so nicht kommen sah. Natürlich gibt es Thriller die aus Sicht der Opfer geschrieben sind, aber keine Thriller die aus Sicht der fiktiven Opfer des Täters um den es hier geht. Ein kleines Manko hatte das Buch für mich aber. Gerade zu Anfang ging es sehr wuselig los. Ich wusste nicht welche Charaktere ich mir von den 10 oder mehr jetzt wirklich merken muss. Das zusammen mit den verschiedenen Zeitebenen sowie wechselnden Perspektiven war etwas viel. Ich glaube nach den ersten 100 Seite war ich dann richtig im Buch und da war es dann kein Problem mehr. Aber dadurch hat es sich etwas gezogen.
User Image

MilanaKira

5 Sterne
17.11.2024
Feministischer True Crime mit gesellschaftskritischem Anspruch
Als von Medien idolisierter „All American Sexkiller“ hat es der US-amerikanische Serienmörder und Sexualstraftäter Ted Bundy zu traurigem Ruhm gebracht. Unvergessen blieben seine grausamen Morde an mindestens 30 jungen Mädchen und Frauen zwischen 1974 und 1978. In Vergessenheit gerieten allerdings die Opfer selbst. Die New-York-Times-Bestseller-Autorin und ehemalige leitende Redakteurin der Frauenzeitschrift Cosmopolitan, Jessica Knoll, geht in ihrem True-Crime-Thriller „Bright Young Women” einen wertvollen Schritt weiter und stellt die Opfer und die Überlebenden in den Mittelpunkt und gibt ihnen eine Stimme, die ihnen von der täter- und sensationsgetriebenen Berichterstattung der Presse weitgehend verwehrt geblieben ist. Gegen männerdominierte Windmühlen müssen die Protagonistinnen kämpfen, die nicht mehr als Gerechtigkeit für die Opfer eines brutalen Serienmörders wollen, der ihnen ihre beste Freundin und ihre Partnerin genommen hat. Wahlweise schreien oder weinen will man etwa mit Pamela, die ihre beste Freundin verloren und die Nacht überlebt hat, als der bestialische Serienmörder in das Wohnhaus ihrer Studentinnenverbindung eingedrungen ist. Beklemmend und mit einer meisterhaften emotionalen Tiefe, die mitten ins Herz trifft, schildert Knoll ihren Kampf um Gerechtigkeit. Gleichzeitig schafft es die Autorin gefühlt mühelos und „nebenbei“ auf die prekäre Situation von Frauen in der Erzählzeit aufmerksam zu machen, die männlichen Tätern einen Vorteil verschafft und Frauen in eine ständige Opferrolle drängt – nicht nur bei der Polizei und vor Gericht, sondern auch im Alltag. Traurig, wie wenig sich noch heute für Frauen in den festgefahrenen patriarchalen, gefährlichen Strukturen geändert hat. Fazit „Bright Young Women“ liefert True Crime gepaart mit Gesellschaftskritik. Ein Thriller, der weit über reine Spannung hinausgeht, weiblichen Opfern eine so notwendige Stimme gibt und in seinen Themen um Gleichberechtigung, Justizversagen und der ständigen Suche nach Sensation und fehlgeleiteter Idolisierung traurigerweise aktueller denn je ist. Dieses Buch lässt einen von der ersten bis zur letzten Seite berührt, wütend und fassungslos zurück. Ein wahres, seltenes Meisterwerk. :-)
User Image

birgit_sa

4 Sterne
14.11.2024
True Crime mit einem Touch von Feminismus
Bright Young Women von Jessica Knoll ist ein fesselnder True Crime Roman, der das Publikum in die verstörende Welt der Frauenmorde in den 1970er Jahren entführt und die düstere Realität hinter dem Mythos eines berüchtigten Serienmörders erkundet. Mit der fiktiven Erzählung über zwei starke Protagonistinnen, Pamela und Ruth, greift Knoll auf die wahren Verbrechen des Serienmörders Ted Bundy zurück, um die psychologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen seiner Gräueltaten aus der Sicht der Überlebenden zu beleuchten. Handlung und Themen Das Buch beginnt in den 1970er Jahren an einer Universität in Florida, als ein nächtlicher Angriff das Leben mehrerer Studentinnen zerstört. Pamela, die Präsidentin einer Schwesternschaft, überlebt diesen Angriff und wird später eine der wenigen Überlebenden und Zeuginnen sein, die dazu beitragen könnten, den Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Pamela trifft auf eine Frau, namens Tina, dessen Partnerin ebenfalls Opfer des Mörders wurde. Gemeinsam versuchen sie, sich gegen ein System zu wehren, das häufig dazu neigt, Opfer und Überlebende von Gewaltverbrechen zu vergessen oder zu ignorieren. Knoll macht deutlich, wie Opfer männlicher Gewalt in den Medien oft entmenschlicht und auf ihre Rolle als „Opfer“ reduziert werden. Der Autorin gelingt es dabei, den Fokus auf die Frauen selbst und ihre Geschichten zu richten, statt auf den Täter, der oft im Zentrum des öffentlichen Interesses steht. Erzählstil und Perspektive Knoll ist bekannt für ihre Fähigkeit, vielschichtige weibliche Charaktere zu schaffen, und auch in Bright Young Women enttäuscht sie nicht. Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Pamela und Ruth erzählt, was den Leserinnen und Lesern die Möglichkeit gibt, die traumatischen Erlebnisse und die daraus resultierenden Kämpfe auf einer sehr persönlichen Ebene zu erleben. Knolls Schreibstil ist intensiv und atmosphärisch und erlaubt es, sich in das Gefühlsleben der beiden Frauen einzufühlen und die Ungerechtigkeiten und Frustrationen, die sie erleben, hautnah mitzuerleben. Kritik und Bewertung Jessica Knoll schafft es, das komplexe Thema mit Feingefühl und Tiefe zu behandeln. Obwohl der Roman fiktiv ist, gelingt es Knoll, das Grauen realer Verbrechen und die psychologischen Auswirkungen, die diese auf die Überlebenden haben, authentisch zu schildern. Besonders beeindruckend ist, dass Knoll die Aufmerksamkeit auf die Frauen richtet, die allzu oft nur eine Randnotiz in der Berichterstattung über Verbrechen sind. Hier stehen Pamela und Tina im Mittelpunkt, und ihre Kämpfe werden mit Würde und Respekt dargestellt. Einige Leser könnten die langsame Erzählweise des Buches als nachteilig empfinden, da die Spannung eher subtil aufgebaut wird und der Fokus mehr auf die Charakterentwicklung und das Innenleben der Protagonistinnen gerichtet ist als auf actionreiche Szenen. Wer jedoch auf psychologische Tiefe und emotionale Intensität Wert legt, wird dies als Stärke empfinden. Fazit Bright Young Women ist ein kraftvoller Roman, der die Leserinnen und Leser dazu anregt, über die Wahrnehmung von Gewaltverbrechen und die oft übersehenen Geschichten der Betroffenen nachzudenken. Jessica Knoll hat mit diesem Buch eine literarische Hommage an die Überlebenden geschaffen und stellt gleichzeitig Fragen zur Gerechtigkeit und zur Macht der Solidarität. Ein tiefgründiges und ergreifendes Werk, das für Thriller-Fans ebenso empfehlenswert ist wie für Leserinnen und Leser, die sich für starke Frauenfiguren und gesellschaftskritische Themen interessieren.
User Image

saartina

Jessica Knoll

Autorin

Jessica Knoll war Redakteurin bei der Cosmopolitan und arbeitet nun bei dem Frauenmagazin Self. Sie ist in einem kleinen Vorort von Philadelphia aufgewachsen und lebt inzwischen mit ihrem Mann in New York.

Portrait: Jessica Knoll

© Sabrina Lantos