Crushing

Übersetzt von

Babette Schröder

Roman | Eine humorvolle und warmherzige Geschichte von den Tücken moderner Romantik

4 Sterne

(14 Bewertungen insgesamt)

Single? Nein, Hauptperson!

Die selbsterklärte Serien-Monogamistin Marnie steht an einem Wendepunkt: Nach Jahren gescheiterter Beziehungen und zahlloser Versuche, die »perfekte« Partnerin zu sein, beschließt sie, dass es genug ist. Für immer. Keine Beziehungen mehr. Keine Kompromisse. Keine vergeblichen Liebesmühen. Ausgerechnet da taucht Isaac auf - ein Traumtyp und der einzige Mann, der sie wirklich versteht. Aber das ist okay, sie sind nur Freunde, und er ist schon vergeben. Außerdem hat Marnie wichtigere Fragen zu klären: Wer ist sie wirklich, was will sie vom Leben, und wie konnte sie sich so lange in Beziehungen verlieren, die ihr nichts gegeben haben?

Mit coolem Humor navigiert Genevieve Novak durch die Tücken moderner Romantik

Für alle, die aus den Rollen der »perfekten Partnerin« und »idealen Freundin« ausbrechen wollen

18,00 €

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Produktinformationen

Verlag

pola

Format

Buch (Paperback)

Genre

Literarische Unterhaltung

Seitenanzahl

400 Seiten

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7596-0031-8

14 Meinungen zu diesem Titel

Rezensionen aus der Lesejury

4 Sterne
23.09.2025
Über Selbstfindung und emotionale Abhängigkeit - toller Roman mit viel Humor und wichtigen Themen
Worum es geht: Marnie, 28 Jahre alt, ist wieder Single - ihr Partner hat sich getrennt und nun zelebriert sie ihren Liebeskummer bei ihrer älteren Schwester Nicola. Anstatt sich, wie Marnie es sonst stets gehandhabt hat, direkt einen neuen Partner zu suchen, möchte sie erstmal zu sich selbst finden und sich nicht mehr für einen Partner verbiegen. Sie lernt auf einer Party Isaac kennen, der ihr Herz sofort höher schlagen lässt. Doch er hat eine Partnerin und die beiden beschließen, Freunde zu sein. Kann dieses Vorhaben gut gehen und findet Marnie auf diese Weise zu sich selbst? Meine Meinung: Von der Autorin habe ich bereits ihr Debüt "No Hard Feelings" gelesen - und GELIEBT! Daher war ich umso gespannter, ihren zweiten Roman zu lesen. Der Klappentext verspricht eine Sinnsuche und Selbstreflektierung. Dies nimmt in der Geschichte leider nicht den Raum ein, den ich mir dem Klappentext nach vorgestellt und gewünscht habe. Dennoch hat Genevieve Novak einen scharfsinnigen und humorvollen Roman geschrieben, in dem ich mich des Öfteren selbst wiederfinden konnte. Die gesamte Geschichte ist aus Marnies Ich-Perspektive geschrieben, was dem Leser die Hauptperson nochmal näher bringt und Marnies selbstironische und humorvolle Denkweise auf den Punkt bringt. Mit viel Witz und einer oft nicht ganz ernstzunehmenden Art stellt sie sich und ihr Leben vor, angefangen bei ihrer gescheiterten Beziehung, ihrem Job in einem Café, den sie mag, der ihr allerdings keine Karrierechancen bietet und ihrer Wohnungssuche nach der Trennung. Sie stolpert oft mehr durchs Leben als dass sie einen Plan hat oder weiß, was sie möchte. Die Nebenfiguren sind alle toll gezeichnet, z.B. Marnies Schwester, die in ihrer Mutterrolle oft überfordert ist und deren Mann Mitch keine Hilfe ist oder Kit, der Chef von Marnie, der trotz seiner grummeligen und verschlossenen Art das Herz am rechten Fleck hat. Mit Marnies neuer Mitbewohnerin Claud bin ich bis zuletzt nicht wirklich warm geworden. Sie feiert das Leben im sprichwörtlichen Sinne ein bisschen zu sehr, ist tief im Dating-Game versunken und dem Alkohol sehr zugetan. Hier kommt auch ein großer Kritikpunkt meinerseits: der Alkohol spielt eine enorm große Rolle in der gesamten Geschichte und wird wie selbstverständlich zu jeder Tages- und Nachtzeit getrunken und als vermeintlich harmlos dargestellt. In der ersten Hälfte des Romans stolpert Marnie durch ihr "neues" Leben, oft hätte ich ihr als Freundin gerne gesagt, dass es langsam mal reicht und sie einen Gang runter schalten soll. Sie verzettelt sich, betrinkt sich und hält sich an Menschen fest, die ihr nicht gut tun - allen voran Isaac, der mir als Einziger im Buch unsympathisch geblieben ist. Er ist eine wandelnde Red Flag und man hält es als Leser kaum aus als sich Marnie kopfüber in die "Freundschaft" mit ihm stürzt. Nicht nur sein Verhalten seiner Partnerin Tash gegenüber ist alles andere als fair, auch Marnie hält er hin und nimmt sich das, was er gerade von ihr braucht. Sicherlich kann eine Freundschaft zwischen Männern und Frauen unter anderen Voraussetzungen gelingen, hier ist es allerdings direkt offensichtlich, dass sich beide gegenseitig nicht gut tun. Erst in der zweiten Hälfte beginnt ein Umdenken Marnies und sie beginnt langsam, ihre Taten und Gedanken zu reflektieren. Sie hat Einiges wieder in Ordnung zu bringen und langsam begibt sie sich auf die Reise zu sich selbst, die zwar anders ausfällt als ich mir vorgestellt habe, aber mich dennoch überzeugen konnte. Mein Fazit: Die Autorin greift hier so viele wichtige Themen auf: das Hadern als Ende 20-Jährige mit ihrem Leben, toxische Beziehungen, Überforderung in der Mutterrolle und Selbstfindung und -reflexion. Sie zeigt, dass kein Lebenslauf dem anderen gleicht und jeder für sich seinen eigenen Weg suchen muss - und auch finden kann indem man sich selbst mit Selbstvertrauen und Mitgefühl begegnet. Ich kann "Crushing" jedem empfehlen, der einen humorvollen, aber dennoch tiefgreifenden Roman über Selbstfindung und dem Leben an sich mi Ende zwanzig sucht.
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SophiaDango

5 Sterne
23.09.2025
Mitreißender Roman darüber, sich selbst zu finden
Nach ihrer fünften Trennung innerhalb von 10 Jahren stellt Marnie sich selbst in Frage: Hat sie ihre 20er damit vergeudet, immer panisch auf der Suche nach einem Freund zu sein? Hat sie sich darüber selbst verloren? Rückblickend erscheint es so, denn als sie sich dazu entschließt, erst einmal nicht mehr zu daten, muss sie zunächst herausfinden, wer sie denn eigentlich ist. Mit ihrer neuen Mitbewohnerin Claud findet sie Halt, Orientierung und Spaß und als dann auch noch Isaac in ihr Leben stolpert, mit dem sie ewige Gespräche führen kann, scheint sie wieder auf die Füße zu kommen. Doch bei ihren beiden Bezugspersonen funkt bald ein Partner dazwischen und Marnie muss sich viel mit sich selbst auseinandersetzen. "Crushing" ist ein wirklich toller Einblick in die Lebensrealität vieler Frauen Ende 20, die, obwohl man in diesem Alter ja eigentlich schon längst erwachsen ist, immer noch ein bisschen verloren sind. Für mich war es bereits das zweite Buch von Genevieve Novak und mir gefallen ihr Erzählstil und ihre Figuren wirklich gut!
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maro27

3 Sterne
24.09.2025
Zwischen Männern, Martini`s und Marnie
Ich habe Cruching mit der Erwartung gelesen, eine tiefere Geschichte über Selbstfindung zu erleben und vielleicht war genau das mein Problem. Im Mittelpunkt steht eine Protagonistin, die nach dem Ende einer Reihe von Beziehungen merkt, wie sehr sie ihre 20er damit verbracht hat, anderen zu gefallen und sich an sie anzupassen. Sie weiß kaum, wer sie selbst eigentlich ist. Gerade weil das Thema so spannend ist, hatte ich gehofft, mehr darüber zu erfahren, wie sie mit Unterstützung ihrer Schwester und ihrer besten Freundin alte Muster hinter sich lässt. Diese Girlhood- und Sisterhood-Momente sind zwar vereinzelt da, bleiben aber eher im Hintergrund. Stattdessen liegt der Fokus lange darauf, wie sehr sie in alten Verhaltensmustern feststeckt, was das Lesen für mich teilweise eher anstrengend machte. Gegen Ende versucht der Roman dann, einen Bogen zu schlagen: Die Protagonistin durchbricht tatsächlich einige ihrer Muster und zeigt, dass Veränderung möglich ist. Allerdings bleibt dieser Prozess stark verkürzt. Wir erfahren wenig darüber, wie schwer ihr dieser Schritt fällt, was ihr innerlich wirklich dabei hilft oder welche Rolle ihre engsten Beziehungen spielen. Ein weiterer Kritikpunkt für mich ist der hohe Alkoholkonsum, der bis zum Schluss anhält und an keiner Stelle reflektiert wird. Trotzdem ist Cruching humorvoll, leicht zu lesen und bietet durchaus unterhaltsame Momente. Ich frage mich jedoch, ob mir die Lektüre besser gefallen hätte, wenn ich ohne konkrete Erwartungen an sie herangegangen wäre.
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anna0212

4 Sterne
28.09.2025
Zwischen Selbstfindung und der Suche nach Liebe
Marnie ist allein, schon wieder. Auch diese Beziehung ist gescheitert und das macht ihr enorm zu schaffen. Doch diesmal beschließt sie, sich selbst zur Hauptperson zu machen, die Männer sind zweitrangig. Was in ihrem Entschluss am Anfang des Buches so stark rüberkam verpufft du jedoch direkt bei ihrem nächsten Crush, der nicht lange auf sich warten lässt. An sich behandelt das Buch super wichtige Themen, doch es bleibt ein wenig auf der Strecke. Wo Marnie sich hätte Hilfe holen müssen, um wirklich alte Muster zu durchbrechen, ertränkt sie ihren Kummer lieber in Alkohol und Selbstmitleid. Das fand ich enorm schade, weil das Buch echt Potenzial hatte. Thema Top, leider nicht ideal umgesetzt. Der Schreibstil hingegen ist richtig klasse, so dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin, genau das sieht auch dafür, dass ich den Buch noch 4 Sterne geben. Denn trotz meiner Probleme mit der Protagonistin und so machen red Flags, hat die Geschichte mich unterhalten.
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Lianne

Genevieve Novak

Autor:in

Geneviève Novak ist Autorin und lebt in Melbourne. Sie schreibt romantische Komödien, Popkultur-Kolumnen für The Age und Digital Content. Sie liebt Croissants und ihren Hund Viktor. Sie hasst es, Gen genannt zu werden. NO HARD FEELINGS ist ihr Debütroman.

Portrait: Genevieve Novak

© Miranda Stokkel