Hero

Übersetzt vonSonia Bonné

Roman | Eine moderne Liebesgeschichte: romantisch und authentisch, kämpferisch und hochemotional

3.9 Sterne

(10 Bewertungen insgesamt)

Kann man lieben und trotzdem frei sein?

Sie ist Kellnerin, er ist Chefkoch. Früher waren sie befreundet, aber jetzt sind sie verliebt und leben zusammen in einem kleinen Appartement. Als er sie bittet, ihn zu heiraten, gerät Hero in Panik. Denn eines will sie auf keinen Fall sein: die Frau von. Daher nimmt sie sich sieben Tage Bedenkzeit, in denen sie sich schonungslos befragt: Wer ist sie, und was will sie?

HERO ist eine Geschichte darüber, was es für Frauen bedeutet, Nebenfiguren in einer von Männern geschriebenen Welt zu sein. Wie ist es möglich, man selbst zu sein, wenn man das Produkt der Fantasie anderer ist?

Ein intensiver, poetischer Roman über Selbstbestimmung und Liebe

22,00 €

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Produktinformationen

Verlag

pola

Format

Buch (Hardcover)

Genre

Literarische Unterhaltung

Seitenanzahl

224 Seiten

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7596-0029-5

10 Meinungen zu diesem Titel

Rezensionen aus der Lesejury

5 Sterne
25.07.2025
Eine intensive Geschichte
In der Vergangenheit hatte Hero viel Pech in der Liebe und mit den Männern in ihrem Leben. Manchmal hat es das schlechteste in ihr hervorgerufen und so möchte sie sich nie wieder fühlen. Die Liebe schien lange Zeit keine Option mehr für sie zu sein, bis sie auf einen Mann traf, der sie alles überdenken ließ. Mit ihm führt sie die glücklichste Beziehung ihres Lebens, bis er sie ein paar Jahre später fragt, ob sie seine Frau werden will. Hero ist sich ihrer Antwort nicht sicher, weil sie nicht weiß, ob sie überhaupt heiraten möchte. Verletzt sucht ihr Freund Abstand und verlässt für eine Woche die gemeinsame Wohnung und Hero hat sieben Tage Zeit, um sich darüber klar zu werden was sie will. Ich muss gestehen, zu Beginn hatte ich gedacht, dass dieses Buch wahrscheinlich nicht meinen Geschmack treffen wird. Mir fiel der Einstieg nämlich sehr schwer. Der Schreib- und Erzählstil waren ziemlich speziell und manchmal auch etwas abstrakt. Gleichzeitig konnte mich die Handlung schnell fesseln und ich war fasziniert von Hero und ihrer Art zu Denken. Bald darauf war es dann auch nicht mehr schwer der Geschichte zu folgen und ich habe mich sogar etwas in den Schreibstil verliebt. Dennoch würde ich sagen, dass das Buch definitiv Geschmacksache ist, vielleicht sogar noch mehr, als das bei anderen Büchern der Fall ist. Mich konnte es jedoch wirklich überzeugen. Hero hat sieben Tage Zeit um darüber nachzudenken, ob sie ihren Freund heiraten möchte oder nicht. Lehnt sie seinen Antrag ab, sieht er keine Zukunft für die beiden. In sieben Abschnitten, einen für jeden Tag, lässt sie ihre Gedanken fließen und schreibt alles für ihn auf, damit er es später lesen kann. Sie beschäftigt sich viel mit ihrer Vergangenheit und erzählt von ihren Erfahrungen mit Männern und Beziehungen, bezieht dabei auch Beziehungen in ihrem Umfeld mit ein. So versucht sie zu erklären, warum sie so fühlt wie sie fühlt und so denkt wie sie denkt. Heros Vergangenheit ist keine leichte Geschichte und doch hat sie sie zu dem Menschen gemacht, der sie jetzt ist. Sie will nicht nur die Frau an der Seite eines Mannes sein, sie will noch so viel mehr sein, aber geht das noch, wenn sie erstmal verheiratet ist? Nur weil es für viele andere die richtige Entscheidung ist, muss es das für sie auch sein? Darf sie nicht einfach ihr Leben so leben, wie sie es möchte und nicht wie andere es sich für sie vorstellen? Hero hinterfragt weibliche Rollenbilder und den Stand der Frau in der Gesellschaft, auf eine höchste authentische und emotionale Art und Weise. Dabei kommt auch immer wieder die Frage auf, ob sie ihren Freund heiraten soll der nicht. Sie liebt ihn, sehr sogar, aber was ist, wenn Liebe allein nicht reicht? Fazit: Eine einnehmende Geschichte über eine junge Frau, die sich den Herausforderungen des Lebens und der Liebe stellt. Eine absolute Empfehlung!
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Sunny2908

3 Sterne
21.07.2025
Hat mich leider nicht abgeholt
INHALT Im Buch geht es um Hero, eine junge Kellnerin, die mit einem Mann zusammenlebt. Dieser Mann macht ihr einen Heiratsantrag. Da sie sich nicht sofort entscheiden kann und möchte, bittet sie ihn um 7 Tage Bedenkzeit. So weit so gut. Anschließend reisen wir als Leser:innen durch eine Art Vergangenheitstagebuch. Wir erfahren von unzähligen Partnern und auch Begegnungen mit Machtmissbrauch. Insgesamt ein ziemliches Durcheinander von Infos aus ihrem Leben. EINDRUCK UND FAZIT Ich bin leider so gar nicht in dieses Buch gekommen. Ich empfand Schreibstil und die Gliederung des Buches als super anstrengend. Ein aneinander gereimtes Tagebuch voller Erlebnisse, die den Leser oftmals verwirren. Das Buch ist in der Du- Form geschrieben, als eine Art Brief verfasst. Könnte ein gelungenes Instrument sein, meins war es leider nicht. Die Grundidee (Heiratsantrag und Bedenkzeit) fand ich allerdings super! Ansonsten kann ich nicht so viel gutes sagen, ich habe mich eher durchgequält und war froh, als es vorbei war. Schade, wieder ein Buch aus dem Pola Verlag, welches mich nicht so ganz abho
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Stoff_puttel

4 Sterne
01.08.2025
Hero - Reflexion ihres Lebens - Selbstfindung einer jungen Frau
Katie Buckley (Autor) Roman "Hero" verspricht eine moderne Liebesgeschichte: romantisch und authentisch, kämpferisch und hochemotional und stellt sich die "Kann man lieben und trotzdem frei sein?" Hero , eine junge Frau lebt mit einem Mann zusammen, der ihr einen Heiratsantrag macht. Jede Frau wäre darüber glücklich, doch nicht Hero. Sie erbittet sich eine Woche Bedenkzeit, um über die Frage, ihre Zukunft, ihre Vergangenheit und ihr Leben nachzudenken.Was will sie wirklich. Auf keinen Fall "nur" die Frau eines Mannes sein, abhängig, sich unterordnen müssen und ihre Bedürfnisse eventuell hintenan-stellen. während der einwöchigen Beziehungspause lässt Hero ihr bisheriges Leben Revue passieren, erzählt in Form eines Tagesbuches jeden Tag einen Lebensabschnitt, beginnend von der Kindheit, Jugendzeit bis um Heute. Dabei geht sie schonungslos mit sich selbst um, mit ihrer Umwelt, der Familie, Freund:innen und vor allem den Beziehungen zu Männern. Man erfährt pikante, teils brisante Details aus ihrem Leben, die sie zu dem gemacht haben was und wie sie ist, aber auch wie sie NICHT sein möchte. Ich persönlich kam nur sehr schwer in die Lektüre hinein, konnte mich teilweise nicht mit Hero anfreunden. Ihr Leben, besonders die Beziehungen zu den Männern war für mich teilweise unverständlich und nicht so richtig nachvollziehbar.Sie hätte auch damals schon öfter mal Nein sagen können oder selbst gegensteuern. Es fiel mir teilweise sehr schwer der Geschichte zu folgen, da oft viele Gedankensprünge und Nebengeschichten keinen roten Faden erkennen ließen. Der Schreib- und Erzählstil war ungewohnt, da mehr oder weniger die Gedanken von Hero fragmentarisch, manchmal sprunghaft und ohne Zusammenhänge niedergeschrieben wurden und sich dadurch auch keine fortlaufende Geschichte ergab, wie ich es eigentlich erwartet hatte. Dennoch ist es eine sprachliche literarische Meisterleistung, die an den Leser höhere Ansprüche stellt. Wer die Form des fragmentarischen, sprunghaften Lesens mag, ist Hero sicher ein interessantes Buch. Die Grundidee, sein Leben selbstkritisch zu reflektieren und eine Zukunftsebene zu erkennen bzw. zu schaffen, finde ich sehr gut. Ich denke, dass es auch nicht so einfach ist, dieses Thema literarisch umzusetzen.
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Kantipper

4 Sterne
28.07.2025
Diese Geschichte ist besonders
Die Frage der Ehe ist die, mit der alles beginnt. Denn Hero hat keine Antwort auf seine Frage. Sie hat sieben Tage Zeit, um sich darüber Gedanken zu machen. Sieben Tage, in denen sie ihre bisherigen Liebesbeziehungen, sich selbst und ihre Einstellung dazu reflektiert. Der Schreibstil ist mal etwas ganz anderes. Sprunghaft und poetisch, was aber der schwere der Geschichte auf diese Art auch an Leichtigkeit zurückgibt. Ich würde trotzdem empfehlen zuerst in das Buch hineinzulesen, denn ich glaube, das ist nicht für jeden etwas! Für die Entwicklung der Protagonistin hat mir ehrlich gesagt etwas Substanz gefehlt. Im Endeffekt hat sie sich in meinen Augen überhaupt nicht entwickelt, sondern einfach eine Geschichte über Fetzen ihrer Vergangenheit geschrieben, die ihre Meinung über die Stellung der Frau und sich selbst in der Gesellschaft darstellt. Wie sie selbst sagt: „Der Anfang und das Ende sind gleich“. Generell fiel es mir schwer, eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Mir fiel es schwer, das Buch über weitere Strecken an einem Stück zu lesen und es konnte mich auch nicht so packen, dass ich das Buch sofort wieder zur Hand nehmen wollte. Dennoch mochte ich es ganz gerne. Die Sprünge zwischen den Momenten und Personen - verwirrend und gleichzeitig unglaublich passend für das Gesamtkonzept der Geschichte. Es tauchten immer wieder ähnliche Bilder auf und die Poetik ließ Raum, um die Worte mit eigenen Erfahrungen und Interpretationen auszufüllen. Mich hat die Darstellung der Art und Weise gefesselt, wie die Protagonistin sich selbst verliert (oder gerade nicht?) und zu der wird, die sie ist. Die Themen, die aufgegriffen, angerissen und mit den Wahrnehmungen der Protagonistin ausgefüllt werden sind gesellschafts- und sozialpolitisch hoch interessant. In dieser Hinsicht regt die Geschichte zum Nachdenken und vielleicht und hoffentlich auch zum Umdenken an. Ist Liebe nicht ausreichend, auch ohne dem Ganzen den Ehestempel aufzudrücken? „Was ist eine Frau, wenn nicht das Produkt fremder Vorstellungen?“ S. 151
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JB_reading

Katie Buckley

Autorin

Katie Buckley, in Cornwall geboren, wuchs in Kanada und Großbritannien auf. Sie studierte kreatives Schreiben an der Londoner Royal Holloway University und erhielt 2021 ein Stipendium als »Principal’s Master Scholar«. 2021/22 war sie Stipendiatin des »Emerging Writer«-Programms der London Library.

Portrait: Katie Buckley

© Katie Buckley