The Book Eaters

Übersetzt von

Axel Franken

Wie viele Menschen würdest du opfern, um dein Kind zu retten? Ein düsterer Fantasy-Roman

3.96774 Sterne

(31 Bewertungen insgesamt)

Dieses Buch gibt es in zwei Versionen: mit und ohne Farbschnitt. Sobald die Farbschnitt-Ausgabe ausverkauft ist, liefern wir die Ausgabe ohne Farbschnitt aus.

In den Mooren Yorkshires lebt eine geheime Gruppe von Menschen, für die Bücher Nahrung sind, die alles verschlingen, was darin steht. Devon gehört dazu - bis ihr Sohn mit einer dunkleren Art von Hunger geboren wird: nicht nach den Geschichten in Büchern, sondern nach denen in den Köpfen der Menschen. Er ist ein 'Seelenfresser', eine 'Abart', die meist schon bei der Geburt gnadenlos getötet wird. Doch Devon schwört ihn zu retten und flieht mit ihm in die Welt der Menschen, verfolgt vom eigenen Clan und seinen schrecklichen Handlangern, den ‘Rittern’. Um zu überleben, ist sie gezwungen, schlimme Dinge zu tun. Hoffnung verspricht nur ein mysteriöser zweiter Clan. Doch die Hoffnung trügt ...

18,00 €

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Produktinformationen

Verlag

Lübbe

Format

Buch (Paperback)

Genre

Fantasy Bücher

Seitenanzahl

496 Seiten

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7577-0128-4

Pressestimmen

Eine packende Geschichte über weibliche Selbstbestimmung in einer patriarchalen Welt.
Jessica Albert, Teilzeithelden, 19.09.2025

31 Meinungen zu diesem Titel

Rezensionen aus der Lesejury

3 Sterne
28.07.2025
Originell, aber unnötig brutal – nicht für jede Lesergruppe geeignet
The Book Eaters überzeugt durch eine außergewöhnliche Grundidee und eine düstere, fesselnde Atmosphäre. Sunyi Dean schreibt bildhaft und erschafft eine faszinierende, wenn auch sehr spezielle Welt. Vor allem der Umgang mit Büchern als Nahrung war originell und mal etwas ganz anderes – definitiv ein Pluspunkt für Fantasyfans, die nach neuen Konzepten suchen. Allerdings: Einige Szenen waren für meinen Geschmack zu explizit und brutal dargestellt. Die Gewalt, insbesondere im familiären und psychologischen Kontext, wird sehr direkt beschrieben – das hätte weniger detailliert genauso gewirkt. Für sensiblere Leser*innen oder bestimmte Lesergruppen (z. B. mit Triggern rund um Elternschaft, Freiheitsberaubung oder Zwang) ist dieses Buch definitiv nicht ohne Vorwarnung geeignet. Fazit: Ein starkes Debüt mit origineller Idee, aber in Teilen schwer verdaulich – Leser*innen sollten wissen, worauf sie sich einlassen.
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SeverusNyssen

5 Sterne
14.01.2026
Hat mir richtig gut gefallen!
Die Buchesser hat mich von Anfang an begeistert. Die Geschichte ist ungewöhnlich, spannend und hebt sich deutlich von vielen anderen Büchern ab, die man im Fantasy-/Dystopie-Bereich findet. Genau dieses „Mal etwas anderes“ macht den Reiz des Romans aus. Der Schreibstil ist atmosphärisch, sehr gut lesbar und gleichzeitig anspruchsvoll genug, um die düstere Stimmung der Geschichte perfekt zu transportieren. Die Handlung bleibt durchgehend spannend und entwickelt sich auf eine Weise, die neugierig macht und emotional mitnimmt. Dabei wirkt nichts überladen oder konstruiert – alles greift stimmig ineinander. Besonders gefallen hat mir, dass das Buch nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Es hat Tiefe, ohne schwerfällig zu sein, und bleibt auch nach dem Lesen im Kopf. Für mich ist Die Buchesser ein rundum gelungener Roman: originell, spannend und hervorragend geschrieben. Eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne etwas Außergewöhnliches entdecken möchten.
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Picciola

3 Sterne
03.08.2025
Mit Vorsicht genießen
Wo fängt man am besten an? Keine Rezension fiel uns gemeinsam je so schwer. "Book Eaters" ist ein Buch, das wir lieben und von ganzem Herzen weiterempfehlen wollen, aber es fällt uns schwer. Es wäre uns wahrscheinlich einfacher gefallen, wenn das Buch im Horror-Bereich statt in der Fantasy platziert worden wäre. Vielleicht würde es auch helfen, Triggerwarnungen im Buch zu setzen oder bei der Vermarktung darauf aufmerksam zu machen entweder, da diese auch (oder vor allem) in diesen Genres heutzutage nicht mehr ignoriert werden sollten. Trotz allem, wer die Sozialkritik in Margaret Atwoods „The Handmaid’s Tale“ und Horror a la "Twin Peaks" und "Jennifer's Body" mag, könnte sich in diesem Buch wiederfinden. Es geht um die patriarchale Unterdrückung von Frauen aufgrund ihrer Reproduktionsrechte (also auch ein wirklich aktuelles Thema), dem Wunsch nach Freiheit und das Muttersein. Es hinterfragt Moral, Geschlechterrollen, Traumata und Machtgefüge. Es regt zum Nachdenken an und macht wütend. Die Protagonistin Devon ist die Antiheldin, die in dieser Welt voller Monster ihren eigenen Weg sucht. Sie ist Mutter und Monster, Jägerin und Gejagte. Eine Kämpferin, die sich entschlossen gegen das System auflehnt, um ihren Sohn zu schützen, und dabei moralische Grenzen überschreitet. Der Text schildert schonungslos Grenzüberschreitungen und wirkt deshalb fordernd oder auch überfordernd. Die Protagonistin ist aufgrund ihres Verhaltens und fehlender Ausstrahlung nicht für alle Lesenden zugänglich. Aus diesen Gründen ist dieser Roman möglicherweise nicht für alle Leser*innen geeignet. Leider ist die Übersetzung zudem teilweise holprig, emotionslos und nicht ganz fehlerfrei. Fazit: „The Book Eaters“ ist ein mutiges und originelles Debüt, welches zum Nachdenken anregt, aufwühlt und lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleibt – ob gut oder schlecht.
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PageturnerTwosome

4 Sterne
01.10.2025
Spannende Handlung in schön düsterer Atmosphäre
Genau das Dark Fantasy Thema welches ich nach dem Klappentext (und der Leseprobe) erwartet habe. Das Buch hat mir sehr gefallen. Ich hoffe auf eine Fortsetzung Das Setting ist sehr originell und gut umgesetzt. Die Buchesser sind eine eigene Spezies, welche sich - namensgebenderweise - von Büchern ernährt und bereits seit Jahrhunderten existiert und unter denselben Strukturen verwaltet. Es gibt mehrere einflussreiche Familien, welche alle unter der Herrschaft eines männlichen Patriarchen stehen. Devons Familie ist dabei ärmer und entsprechend wenig einflussreich, sodass es Devon noch etwas schlechter ergeht. Frauen sind unter den Buchessern Mangelware, sodass diese eher als eine Art Besitz denn als Individuen behandelt werden. Neben den Buchessern gibt es Gedankenesser, welche sich von Persönlichkeiten ernähren und von den Buchessern unterdrückt und kontrolliert werden. Devon ist von Beginn an ein starker Charakter, mit dem man sofort mitfühlen kann. Unter der Herrschaft der Patriarchen musste Devon einiges erleben und hatte es alles andere als leicht. Insbesondere, weil sie sich nicht wie Besitz behandeln lässt, sondern ein eigenständiges, denkendes und fühlendes Individuum ist. Zu Beginn des Buches befindet sich Devon mit ihrem Sohn Cai auf der Flucht vor den Familien, da Cai ein Gedankenesser ist und somit bei den Familien eine schlechte Behandlung auf ihn wartet. Gleichzeitig versucht Devon eine alte verschollene Familie ausfindig zu machen, um eine Droge zu erlangen, welche es Cai ermöglichen soll, sich ebenfalls von Büchern anstelle ausgesaugter Persönlichkeiten zu ernähren. Sie muss für sich und ihren Sohn kämpfen und hegt dennoch stets Zweifel an der Richtigkeit ihrer Handlungen; eine Abwägung zwischen Liebe, Sorge und Moral. Der Schreibstil des Buches ist atmosphärisch und beschreibt die düstere spannende Handlung bildhaft. Der Aufbau des Buchs mit häufig eingestreuten Rückblicken in Devons Vergangenheit - Kindheit und das Alter zwischen 18 und 26 - interessant. Es bleibt durchweg spannend. Im Laufe der Handlung werden Themen und Charaktere wieder aufgegriffen und neue coole Figuren eingeführt. Gleichzeitig gibt es immer wieder Konflikte mit Ausgesandten der Familie, sodass es an Action auch nicht mangelt. Nach und nach setzt sich die Handlung zusammen und man bekommt allmählich den gesamten Überblick. Am Ende erhält man eine in sich abgeschlossene Geschichte, welche sich von Devons Kindheit bis in die Jetzt-Zeit des Buches erstreckt und nur wenig unbeantwortet lässt. Dennoch gibt es Möglichkeiten für einen zweiten Teil, über welchen ich mich freuen würde.
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KVOTHE

Sunyi Dean

Autor:in

Sunyi Dean (sun-yee deen) ist eine mehrfach preisgekrönte Autorin, die im ländlichen Texas geboren wurde, in Hongkong aufwuchs und heute in Nordengland lebt. Sunyi schreibt genreübergreifende spekulative Fiktion mit einer ganz eigenen Note, und ihr Debütroman Die Bücherverschlinger war sofort ein #2-Bestseller der Sunday Times. Einige ihrer Kurzgeschichten sind in Zeitschriften wie Interzone, Grimdark Magazine, BBC Radio Leeds und Tor Dot Com erschienen. In ihrer Freizeit kauft sie gerne Whisky, sammelt Hanteln und stirbt theatralisch beim Jiu-Jitsu. Außerhalb des eigentlichen Schreibens ist sie vielleicht am besten dafür bekannt, dass sie zusammen mit ihrem Tor-Autorenkollegen Scott Drakeford den Publishing Rodeo Podcast gegründet und moderiert hat, in dem sie offen über die traditionelle Pub-Szene in England sprechen.

Portrait: Sunyi Dean

© Mark Hillyer at True North Studios