Wie gut kennen wir die, die wir lieben?
Ein großer Roman über die Risse in unserer Gesellschaft
In ihrer Kindheit waren sie unzertrennlich. Max, der Jüngere, bewundert den älteren Julius, aber er misstraut ihm auch. Ende der 90er Jahre gehen sie zum Studium nach Berlin. Julius wird Journalist, Max Arzt. Beide lieben Nina, die Julius heiratet. Doch Max kommt von ihr nie los.
Als Julius‘ Karriere ins Stocken gerät, verhärten sich seine politischen Ansichten. Die Kluft zwischen den Brüdern wird tiefer, sie werden sich fremd. Dann verschwindet Julius, und Max ahnt warum. Er muss sich Fragen stellen, die er lange vermieden hat: Wie gut kennen wir die Menschen, die uns am nächsten stehen? Und halte ich zu meinem Bruder, auch wenn er gefangen scheint in einer Welt aus Lüge und Zorn?
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Verlag
Format
Buch (Hardcover)
Genre
Gegenwartsliteratur
Seitenanzahl
256 Seiten
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-69131-027-6

Die Brüder, die wir waren
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Andreas Wunn, geboren 1975, wuchs in Trier auf und lebt in Berlin. Beim ZDF leitet und moderiert er das Morgenmagazin und Mittagsmagazin. Davor berichtete er sechs Jahre lang als Südamerika-Korrespondent aus Rio de Janeiro. Sein Romandebüt »Saubere Zeiten« wurde 2023 zum Spiegel-Bestseller.

© Urban Zintel
Zwei Brüder, die eine auseinander driftende Gesellschaft spiegeln – Du hast einen hochaktuellen Gesellschaftsroman geschrieben. Finden wir hier Antworten auf die Frage nach den Ursachen?
Ich erzähle in DIE BRÜDER, DIE WIR WAREN vom Zerwürfnis zweier Brüder. Warum verändern sich Menschen plötzlich, von denen wir glauben, dass wir sie gut kennen? Julius, der ältere Bruder, driftet ab in eine Welt aus Lüge und Zorn. Die Ursachen sind vielfältig: Zurückweisung, Kränkung, Überforderung. Max, der Jüngere, muss sich am Ende entscheiden, ob er noch zu seinem Bruder steht oder mit ihm bricht.
Es ist auch ein Roman über Familienkonstellationen. Sind Brüder immer konkurrent?
Unsere Beziehung zu einem Bruder oder einer Schwester ist in der Regel die längste Beziehung, die wir in unserem Leben führen. Je weniger Altersabstand es zwischen Brüder gibt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sich beide als Konkurrenten empfinden, denke ich. Nichts prägt uns so sehr wie Familie und Kindheit. In der Familie stellen sich die universellen Fragen, um die es im Leben geht: Liebe, Vertrauen, Schuld, Verrat. Daher beginnt mein Roman auch in der Kindheit der beiden Brüder. Max, der Jüngere, bewundert seinen großen Bruder Julius, aber er misstraut ihm auch.