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    4. Babel
    Rebecca F. Kuang

    Babel

    Gelesen vonMoritz Pliquet|Übersetzt von

    Heide Franck

    ,

    Alexandra Jordan

    Ungekürzt

    4.2 Sterne

    (5 Bewertungen insgesamt)

    1828. Robin Swift, den ein Cholera-Ausbruch im chinesischen Kanton als Waisenjungen zurücklässt, wird von dem geheimnisvollen Professor Lovell nach London gebracht. Dort lernt er jahrelang Latein, Altgriechisch und Chinesisch, um sich auf den Tag vorzubereiten, an dem er in das Königliche Institut für Übersetzung der Universität Oxford - auch bekannt als Babel - aufgenommen werden soll.
    Oxford ist das Zentrum allen Wissens und Fortschritts in der Welt. Für Robin erfüllt sich ein Traum, an dem Ort zu studieren, der die ganze Macht des britischen Empire verkörpert.
    Denn in Babel wird nicht nur Übersetzung gelehrt, sondern auch Magie. Die Silberverarbeitung - die Kunst, die in der Übersetzung verloren gegangene Bedeutung mithilfe von verzauberten Silberbarren zu manifestieren - hat die Briten zu unvergleichlichem Einfluss gebracht. Dank dieser besonderen Magie hat das Empire große Teil der Welt kolonisiert.
    Für Robin ist Oxford eine Utopie, die dem Streben nach Wissen gewidmet ist. Doch Wissen gehorcht Macht, und als chinesischer Junge, der in Großbritannien aufgewachsen ist, erkennt Robin, dass es Verrat an seinem Mutterland bedeutet, Babel zu dienen. Im Laufe seines Studiums gerät Robin zwischen Babel und die zwielichtige Hermes-Gesellschaft, eine Organisation, die die imperiale Expansion stoppen will. Als Großbritannien einen ungerechten Krieg mit China um Silber und Opium führt, muss Robin sich für eine Seite entscheiden ...
    Aber kann ein Student gegen ein Imperium bestehen?

    Der spektakuläre Roman der preisgekrönten Autorin Rebecca F. Kuang über die Magie der Sprache, die Gewalt des Kolonialismus und die Opfer des Widerstands.

    25,99 €

    Alle Preise inkl. 7% gesetzl. Mehrwertsteuer zzgl. Versandkosten und ggf. Nachnahmegebühren, wenn nicht anders angegeben.

    Produktinformationen

    Verlag

    Lübbe Audio

    Format

    Hörbuch Lesung (MP3-Download) ungekürzt

    Genre

    Fantasy Bücher

    Dauer

    1374 Minuten

    Tracks

    417

    Sprache

    Deutsch

    5 Meinungen zu diesem Titel

    Rezensionen aus der Community

    5 Sterne
    24.08.2025
    anspruchsvoll und erschreckend
    Diese Geschichte von Rebecca F. Kuang will ich schon ganz lange lesen oder hören. Jetzt endlich bin ich dazu gekommen. Das Hörbuch ist 22 Stunden und 56 Minuten lang und wird von Moritz Pliquet vorgelesen. Seine Stimme hat mir unheimlich gut gefallen. Es gibt viele unterschiedliche Meinungen zu dem Buch und ich kann verstehen, dass diese Geschichte nicht für jeden geeignet ist. Der Stil ist auf jeden Fall sehr anspruchsvoll, die Handlung sehr komplex. Es werden gesellschaftskritischen Themen wie Rassismus und Kolonialisierung angesprochen und es geht um Sprache. Gerade das Thema Sprache ist ein ganz wichtiger Bestandteil der Geschichte und wird teilweise sehr wissenschaftlich angegangen. Zu dieser Geschichte passt auf jeden Fall der Begriff Dark Academia, die Vipes passen da sehr gut. Insgesamt gibt es vier Hauptcharaktere, die sehr unterschiedlich sind und die alle aus verschiedenen Schichten kommen. Tatsächlich mochte ich besonders Robin. Die Geschichte fängt eher ruhig an mit einem langsamen Erzählstil. Ab einem gewissen Punkt in der Geschichte gibt es so eine unerwartete Wendung, dass die Handlung auf einmal eine völlig neue Richtung annimmt. Wer andere Werke der Autorin kennt, weiß, dass sie immer sehr schonungslos mit ihren Charakterenen umgeht, so auch hier. Das Ende ist auf jeden Fall erschreckend, aber realistisch. Ja ich mochte dieses Hörbuch, aber ich muss diese Geschichte auch erst einmal sacken lassen. Von mir gibt es die volle Punktzahl.
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    LetannasBuecherblog / Lesejury

    3 Sterne
    14.04.2024
    Tolle Sprache, wenig Magie und den Hype kann ich nicht verstehen
    Ich hatte hohe Erwartungen an dieses Buch, vor allem aufgrund der vielen Lobeshymnen und positiven Rezensionen. Dank der Bücherhalle konnte ich schließlich nach einigen Wochen das Exemplar auf meiner Ausleihliste finden. Ich freute mich auf rund 23 Stunden Hörvergnügen. Ich hatte hohe Erwartungen an dieses Buch, vor allem aufgrund der vielen Lobeshymnen und positiven Rezensionen. Die Tatsache, dass das Buch mit Harry Potter und einer Geschichte voller Magie beworben wurde, konnte ich nicht recht nachvollziehen. Die Magie tritt erst relativ spät in Erscheinung, und obwohl die Grundgeschichte spannend ist, fand ich den Schreibstil etwas langatmig. Es dauerte eine Weile, bis die Handlung Fahrt aufnahm. Sicher, der Stil ist ansprechend und die Geschichte gut erzählt, aber der Funke sprang für mich nicht über. Kuang spricht viele Themen an, die auch heute noch aktuell sind, wie Rassismus, Ausgrenzung, Unterdrückung von Frauen und soziale Ungerechtigkeiten. Allerdings empfand ich alles als recht festgefahren, und als Leser hatte ich kaum Raum für eigene Interpretationen. Für Leser, die sich für Sprache interessieren, ist das Buch sicherlich ein Genuss, aber für mich war es eher nett, es gelesen zu haben, ein Favorit ist es für mich nicht.
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    lesen_hoeren_rezensieren / Lesejury

    4 Sterne
    02.02.2024
    Die ungenutzte Macht der Worte
    “Babel” stammt aus der Feder von Rebecca F. Kuang. Ich habe es als Hörbuch, gesprochen von Moritz Pliquet, auf audible gehört. Beworben wird das Werk als epische Fantasy, verglichen mit Harry Potter, gelobt für seine vielfältige und scharfe Gesellschafts- und Kolonialismuskritik, ausgezeichnet mit diversen renommierten Preisen. Die Erwartungen waren hoch. Die eigene Leseerfahrung fiel zwiegespalten und etwas ernüchternd aus. Die Geschichte spielt in den 1830er Jahren, grösstenteils in England, speziell in Oxford. In Kuangs Version der Geschichte existiert aber das Silberwerken - eine Form von Magie, die mit einer Kombination von Sprache und Silber funktioniert. Erzählt wird die Geschichte von Robin Swift, einem Jungen aus Kanton, der seine Familie an die Cholera verloren hat und von einem englischen Professor nach England eingeladen wird. Dort erhält er die nötige Bildung, um anschliessend in oxfordschen Babel, dem Sprachinstitut der Krone des Empires, seine Ausbildung anzutreten. Als Ausländer und somit chinesischer Muttersprachler ist er, genau wie seine Jahrgangsfreunde, sowohl besonders wertvoll, als auch eine Kuriosität im Herzen der Kolonialmacht. Und schon bald gerät Robin in den Irrgarten sich widerstreitender Loyalitäten und Moralvorstellungen. Eingehen möchte ich hier zuerst auf den Fantasy Aspekt - denn schon hier fangen meine gemischten Gefühle an. Einerseits hat Kuang es hier meiner Meinung nach geschafft, ein beeindruckendes Setting zu erschaffen. Geschickt verwebt sie echte Geschichte mit Fiktion und die Magie in Form des Silberwerkens fügt sich nahtlos und organisch in die wahren Begebenheiten ein. Dadurch schafft sie eine prägnante Ausgangslage, welche die tatsächlichen Wirkmechanismen des Kolonialismus und das Machtmonopol des Empires noch prägnanter hervortreten lassen. Dieses Magiesystem ist ausserdem nicht nur für Sprachinteressierte äusserst spannend - es bietet sehr viel kreatives Potenzial für die Handlung und die ProtagonistInnen. Theoretisch jedenfalls. Denn so stimmig und ausführlich die magische Theorie für das Setting ist, bleibt es für Handlung und Charaktere weitgehend ungenutzt. Die Anwendung dieser Magie bleibt in der Geschichte Randerscheinung und schöpft kaum aus den kreativen Möglichkeiten. Persönlich brauche ich nicht immer schnelle, actionreiche Einstiege oder einen rasanten Plot. Babels gemächlicher Einstieg in die Geschichte war für mich aufgrund der gefühlvollen Einführung in das spannende Setting und die interessanten Thematiken durchaus fesselnd genug. Sprachlich und stilistisch äusserst ansprechend führt Kuang durch den Sumpf von offenem und verdecktem Rassismus und Sexismus, von impliziter und expliziter Gewalt und der Bigotterie kolonialer, weisser Machtstrukturen. Unterstützt und gewürzt wird dieses ausdrucksstark gezeichnete Bild von geschickt platzierten Exkursen in die Linguistik und Translationstheorie. Und wieder folgt dieselbe Kehrseite der Medaille: So detailreich und kunstvoll das Setting, der Rahmen, ausgearbeitet wurde, so sehr werden Handlung und Charaktere vernachlässigt. Die Nebenfiguren erhalten wenig mehr als eine Charaktereigenschaft - diese erhält zwar mehrere Facetten - die teilweise oder in Ansätzen beleuchtet werden - wirkt aber auch extrem, sogar verbohrt. Sie scheinen ausserdem vor allem dazu zu dienen, pointiert die Ansichten der Autorin zu transportieren. Und bleiben daher für mich eher leblos. Der Protagonist Robin wurde mir im Verlauf ausserdem immer unsympathischer - denn er ist vor allem ein Fähnlein im Winde, der bis zum Schluss der eigenen reflektierten Meinungsbildung unfähig bleibt. Seine Motive wurden für mich stetig schwächer, intellektuell unausgegorener und moralisch wie philosophisch äusserst fragwürdig. Im Allgemeinen scheinen mir die meisten Akteure einigermassen einfältig und etwas karikiert - auf allen Seiten. Die Handlung dümpelt so vor sich hin, trumpft zwar hier und da mit kleineren Plot Twists und Überraschungen, lässt aber einen übergeordneten Spannungsbogen und damit eine fesselnde dramaturgische Struktur vermissen. Der auktoriale Erzählstil nimmt ausserdem schon sehr früh die Spannung für einen der grösseren Twists und Chekhovs Gun wird mehr als einmal zuverlässig und erwartungsgemäss abgefeuert. Die Handlung wird dann gegen Ende immer dramatischer und vor allem brutaler. Einerseits mag dies den Erfordernissen der Geschichte entsprechen, welche die Autorin erzählen will. Einige Ereignisse erschienen mir aber auch wie absichtlich eingesetzte Schockelemente und wirken auf mich etwas platt. Und dann gibt es da noch die Eigenart von Kuang, mir als Leserin mit dem mahnenden Zeigefinger vor der Nase herumzufuchteln und mit ausufernder Ausführlichkeit meine Gedankengänge vorzuschreiben. Es wäre nämlich falsch zu sagen, dass “Babel” Fragen aufwirft. Das tut es nicht. Es beantwortet Fragen und lässt keinen Raum für Alternativen oder Kontroversen. Die schwarz-weiss Darstellung von Sachverhalten, Wirkmechanismen und Charakteren nimmt zum Schluss des Buches hin stetig weiter zu, wird dogmatisch und driftet sogar bis ins Klischee ab. Gipfeln tut das Ganze dann im Beweis der These “the necessity of violence” - dem englischen Untertitel - die für mich moralisch, gesellschaftstheoretisch und (staats)philosophisch fragwürdig und historisch nicht zwingend ist - wie das Beispiel von Indiens gewaltlosem Unabhängigkeitskampf unter geistiger Führung von Mahatma Gandhi eindrücklich beweist. Kuang beweist mit Babel ihre Qualitäten als Theoretikerin und Wissenschaftlerin, indem sie ein überzeugendes und wirkungsvolles Setting schafft und ihre Thesen argumentativ stichhaltig und sprachlich attraktiv darlegt. Mit der Dramaturgie, der Message und dem lehrmeisterhaften schwarz-weiss Zeichnen konnte mich Babel aber als literarisches Werk nicht wirklich begeistern. Viel mehr hatte ich den Eindruck, einen wirklich sehr langen und auf Dauer etwas ermüdenden Essay zu lesen.
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    Li-Lo / Lesejury

    4 Sterne
    29.05.2023
    Ein sprachlicher Exkurs für Fantasy Liebhaber
    Ein Buch, bei dem ich nicht so recht wusste, was mich wirklich erwartet. Ich habe es als Hörbuch gehört und parallel gelesen, was es mir definitiv leichter gemacht hat, denn nur als Hörbuch wäre es mir zu komplex gewesen Wir begleiten Robin, der von Prof. Lovell aus Kanton gerettet wird und mit ihm nach England reist. Dort soll er sprachen lernen und sich für ein Studium in Babel vorbereiten. Als es dann endlich soweit ist, nach Oxford zu reisen und Babel kennenzulernen, ist Robin voller Vorfreude. Doch diese Freude wird ihm nach und nach genommen, denn als Ausländer hat er in Babel keine guten Karten. Zusammen mit Ramy aus Indien, Victoire aus Haiti und Letty aus England (Frauen haben dort sogar einen noch schwereren stand als Männer, die keine Weißen sind…) stürzt Robin sich in sein Studium. Doch jeden Tag muss er für sich einstehen und die Mädels an seiner Seite. Bis er Griffin trifft und sich eine neue Welt für ihn eröffnet Ich muss sagen, im großen und ganzen hat mir das Buch gefallen. Es spricht wichtige Themen an, wie Rassismus, Frauenfiguren die unterdrückt werden und geht sehr tief auf Sprachen und ihre Herkunft ein. Und dieser letzte Punkt war für mich persönlich sehr trocken, da ich zwar die Hintergründe mit großen Interesse verfolgt habe, es mir aber teilweise auch zu theoretisch rübergebracht wurde, und wenn man mit dieser Thematik nicht viel am Hut hat und auch sich von vorne herein nicht so sehr dafür interessiert, ist das schon ein schwerwiegendes Thema. Es gibt aber genügend andere Handlung, gerade was über Babel und deren Einfluss auf die Welt angeht und aber auch über den Rassismus und die Ungerechtigkeit der Gleichstellung, die das Ganze wiederum spannend macht. Für jemanden, der sich für Sprachen interessiert, ist das sicher ein großartiges Werk, für alle anderen kann ich es trotzdem empfehlen Der Sprecher des Hörbuches hat einen tollen Job gemacht und war ein angenehmes Hörerlebnis
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    buch_und_tee_ / Lesejury

    Rebecca F. Kuang

    Autorin

    Rebecca F. Kuang ist NEW-YORK-TIMES-Bestsellerautorin und wurde bereits vielfach für ihr Werk ausgezeichnet. Seit sie im Alter von 21 Jahren ihren ersten Roman schrieb, hat sie neben fünf weiteren Romanen ebenfalls zwei Kurzgeschichten veröffentlicht. Ihr Roman BABEL war ein weltweiter Erfolg, gewann zahlreiche Preise, unter anderem den Nebula, den Blackwell's Books of the Year und den Locus Award. Sie ist nicht nur in der TIME100 und der Forbes-Liste „30 Under 30" vertreten, sondern auch gleich zweifache Preisträgerin des British Book Awards. Zuletzt wurde sie neben dem Goodreads Choice Award und dem Amazon Books Best Book of the Year Award mit dem Indie Book Award ausgezeichnet. Rebecca F. Kuang ist Marshall-Stipendiatin, Übersetzerin und hat einen Philologie-Master in Chinastudien der Universität Cambridge und einen Soziologie-Master in zeitgenössischen Chinastudien der Universität Oxford. Zurzeit promoviert sie in Yale in ostasiatischen Sprachen und Literatur.

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    Portrait: Rebecca F.  Kuang

    © Julian Baumann

    Moritz Pliquet

    Sprecher

    Moritz Pliquet wurde 1986 in Dortmund geboren. Nach einem Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main folgten Engagements in Wiesbaden, Mainz, Frankfurt, Göttingen und Marburg. Seit 2008 ist er als Sprecher in vielen Hörbüchern und regelmäßig bei Arte und im ZDF zu hören. Er ist außerdem Dozent für Mikrofonsprechen an der HfMDK und beim Hessischen Rundfunk. Moritz Pliquet lebt in Frankfurt am Main.

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    Portrait: Moritz Pliquet

    © Jessica Schäfer

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