

Zwei Brüder, die sich verlieren
Max und sein älterer Bruder Julius waren in ihrer Kindheit unzertrennlich. Doch das ist lange her, nach vielen kleinen und großen Brüchen ist Julius verschwunden, ist abgetaucht in eine Welt aus Lüge und Zorn. Und Max muss sich fragen, wie gut wir die Menschen kennen, die uns am nächsten stehen
Die Wiederentdeckung aus Italien - erstmals auf Deutsch
Ortigia, Sizilien, Ende der fünfzigere Jahre: Auf der kleinen Insel vor Syrakus wächst die junge Diletta in einer Familie auf, die noch immer den Anschein alter Größe wahrt. Doch hinter der bröckelnden Fassade herrschen Heuchelei und starre gesellschaftliche Regeln. Wird diese Kulisse noch lange Bestand haben? Der 1976 erschienene Roman führt uns tief in die Abgründe einer Gesellschaft im Umbruch.
»Denn du scheinst und bist der Weg, der Weg ins Paradies«
1920 begegnet die Malerin Baladine Klossowska dem Dichter Rainer Maira Rilke wieder. Sie, die geschiedene Mutter zweier halbwüchsiger Söhne – einer ist der Maler Balthus -, verliebt sich leidenschaftlich in ihn. Sie schreiben sich sehnsuchtsvolle Briefe, immer auf der Suche nach dem richtigen Maß von Nähe und Distanz - bis zu seinem Tod im Dezember 1926, vor hundert Jahren.
Ein eindrucksvolles Debüt über Mütter und Töchter
»Geradezu zauberhaft erzählt dieses Buch von den kleinen Grausamkeiten, die Mütter und Töchter einander antun können: im heutigen Köln, am Bonner Rheinufer, am Bosporus, in der Voreifel. Jennifer Segebrecht zeigt uns die Doppelmoral einer zum Glück verschwundenen Bundesrepublik und ein Istanbul, das es nicht mehr gibt. Und hat wie nebenbei einen großartigen neuen Heimatroman geschrieben.«
DAVID WAGNER
Wie weit würdest du gehen, um deine Tochter zu schützen?
Caroline Bernards Roman führt zurück in das Jahr 1935, in eine Gegend, die der rauen Nordsee abgetrotzt wurde. Die Autorin erzählt von Schuld und Verantwortung, von Müttern und Töchtern und von einer Landschaft, die drei Generationen von Frauen prägt. Und ihnen den Mut gibt, ihren eigenen Weg zu finden.
Die syrische Dichterin, Romanautorin und Aktivistin Kholoud Charaf lebt seit 2018 im Exil und führt ein Leben, ohne irgendwo anzukommen. In ihrem neuen Roman erzählt sie in einer poetischen, eindringlichen Sprache von Trauma, Flucht und innerer Wandlung - bis die Erzählerin selbst Teil der Stimmen wird.
Vom Berlin der Neunziger bis in eine abgelegene Nordsee-Siedlung, von Syrien bis nach Syrakus auf Sizilien, ein neuer Blick auf Rilke, Reisen in die Vergangenheit und Kolumnen, die unsere Gegenwart ausleuchten - das Pfaueninsel-Programm des zweiten Halbjahres 2026 hat einiges zu bieten.