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    4. NSA Nationales Sicherheits Amt
    Andreas Eschbach

    NSA - Nationales Sicherheits-Amt

    Gelesen vonLaura Maire

    4.4 Sterne

    (5 Bewertungen insgesamt)

    Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien - und deren totale Überwachung?

    Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im NSA, dem Nationalen Sicherheits-Amt, und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, widersetzt Helene sich. Dabei muss sie nicht nur gegen das Regime kämpfen, sondern auch gegen ihren Vorgesetzten.

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    Produktinformationen

    Verlag

    Lübbe Audio

    Format

    Hörbuch Lesung (MP3-Download) gekürzt

    Genre

    Sonstige Belletristik

    Dauer

    688 Minuten

    Tracks

    224

    Sprache

    Deutsch

    5 Meinungen zu diesem Titel

    Rezensionen aus der Community

    4 Sterne
    02.07.2019
    Tja, was wäre, wenn es so gewesen wäre?
    Schon, wenn man den Klappentext liest, laufen einem Schauer den Rücken hinunter. Die junge Programmiererin Helene nimmt uns mit auf die Reise zurück ins Jahr 1942, zu Zeiten des Nazi Regimes und des Zweiten Weltkriegs. Soweit alles bekannt. Was aber in diesem „was wäre wenn“ Szenario erschreckend anders ist, ist die Tatsache, dass die Überwachung bedingt durch Zukunftstechnologien eine Form annimmt, die nicht mehr zu toppen ist. Hier sind banale Hausdurchsuchungen überflüssig, denn der Staat kontrolliert die Bevölkerung anhand ihres Strom- und Lebensmittelverbrauchs, der akribisch aufführt, wie viele Menschen wo wohnen. Helene selbst hat dieses Programm geschrieben, das ihr und ihrem Freund nun zum Verhängnis zu werden scheint … Auf spannende Weise, wenn auch an manchen Stellen ein wenig langatmig, zeigt uns der bekannte Autor Andreas Eschbach: „Schlimmer geht’s immer“! Wir können die Zeit natürlich Gott sei Dank nicht wirklich zurückdrehen und diese totale Überwachung im Dritten Reich zum Leben erwecken. Aber man stellt sich als Hörer doch unweigerlich die Frage, wie es damit in der Gegenwart bestellt ist. Und wie wird es wirklich für uns, wenn das Bargeld abgeschafft wird wie in der fiktiven Geschichte um das NSA? Können wir den „Fortschritt“ überhaupt noch aufhalten auf dem Weg zu gläsernen Menschen? NSA … ein typischer Eschbach. Mir hat er gut gefallen und ich spreche gerne eine Empfehlung aus.
    User Image

    engineerwife / Lesejury

    4 Sterne
    15.01.2019
    Was wäre wenn ...
    Inhaltsangabe Weimar 1942. Die Programmstrickerin Helene arbeitet im NSA, dem nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, die eine totale Überwachung der Bürger ermöglichen. Erst als der Mann den sie liebt, Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, wird Helene klar, welches Ausmaß diese Programme haben und setzt sich gegen das Regime und ihren Vorgesetzten zu Wehr. Die Handlung Es handelt sich hier um die gekürzte Hörbuchfassung, die von Laura Maire vorgelesen wird. Andreas Eschbach stellt in diesem Roman die Frage, was wäre passiert, wenn damals im Dritten Reich der Bürger schon genauso gläsern wie heute gewesen wäre. Dabei vermischt er Fakten mit Fiktion und beschreibt eine Geschichte, in der Helene Bodenkamp besagte Programme entwickelt um den Bürger zu überwachen. Parallel dazu gibt es einen weiteren Erzählstrang des NSA-Mitarbeiter-Eugen Letke, der seinen persönlichen Rachefeldzug gegen Frauen anführt. Hier hätte ich mir eine Ankündigung der Perspektivwechsel gewünscht, da ich den Wechsel oft erst erkannte, wenn Eugen Letke Helene plötzlich mit „die Bodenkamp“ bezeichnete. Um die Bürger zu überwachen, werden ihre Mobiltelefone werden abgehört, Essensrationen kontrolliert, Fernseher zeichnen Gespräche untereinander auf, und vieles mehr. Dabei wird nicht nur bewusst, wie gläsern wir heute schon sind, sondern welche Konsequenzen solche Programme damals schon gehabt hätten. Da einige sexuellen Gewaltdarstellungen Frauen gegenüber vorkommen, sollte man für diese Geschichte nicht zu sensibel sein. Aufgrund anderer Rezensionen vermute ich aber, dass einige sehr harte und grausame Szenen in der gekürzten Fassung zum Glück nicht erwähnt wurden. Zumindest fielen mir bestimmte Szenen und Dialoge nicht auf. Die Charaktere Obwohl ich die Idee der Handlung, als solche sehr gelungen fand, war ich ein wenig enttäuscht über die in meinem Augen recht widersprüchliche Darstellung der Charaktere. Helene Bodenkamp, die in diesem Amt eine große bedeutsame Rolle spielt, wächst in einer sehr sittsamen und strengen Familie auf. Ihr Selbstbewußtsein ist fast gar nicht vorhanden, sie wagt kaum sich aufzulehnen und fügt sich in ihre Umgebung ein, so gut sie kann. Die Tatsache, dass ihr erst später bewusst wird, welchen Schaden ihre Programme anrichten, konnte ich nicht so ganz abnehmen. Auch ihre plötzliche Bereitschaft, Risiken auf sich zu nehmen, um ihren Geliebten zu sehen und diesen zu schützen kam mir zu der bis dahin beschriebenen Frau etwas überzogen vor. Doch spätestens ab dem Zeitpunkt, als sie egoistisch um die Liebe ihres Geliebten fürchtete, konnte ich sie einfach nicht mehr ernst nehmen. Man sollte meinen, dass die Sorgen zu dieser Zeit andere waren. Ich kann es nicht genau beschreiben aber sie handelte oft den Umständen entsprechend viel zu unvernünftig und unberechenbar. Umso überraschter, wenn auch abgeschreckter, war ich von der Beschreibung Eugen Letkes. Aufgrund diverser Erniedrigungen in der Vergangenheit scheut er in der Gegenwart nicht davor zurück, sich an Frauen allgemein zu rächen und diese zu unterdrücken. Dabei schreckt er nicht vor sexueller Gewalt zurück. In der gekürzten Version dieses Hörbuches werden diese Szenen aber zum Glück nicht bis ins letzte Detail beschrieben, sondern „nur“ angedeutet, es sei denn, ich hätte sie unbewusst völlig überhört. Es tauchen noch viele andere Charaktere hier auf, die eine wichtige Rolle in dieser Handlung spielen, doch auch hier stach für mich keiner der Personen so richtig heraus. Schreibstil/Erzählstil Überzeugender fand ich dagegen die Art und Weise, wie Andreas Eschbach die heutigen Begriffe versucht hat, der damaligen Zeit anzupassen und sie dabei sehr einfach gehalten hat. Das Internet wird als Weltnetz bezeichnet, Programme entwickeln als Programme stricken, Emails werden zu Elektrobriefen und Passwörter zu Parolen. Das erfordert erst einmal ein gewöhnen und Umdenken, ich fand es jedoch für diese Zeit passend. Selbst wenn der Spannungsbogen dieser Geschichte immer wieder mal abfiel und es aufgrund der sehr detaillierten Hintergründe der Protagonisten auch mal langatmig wurden, empfand ich die Atmosphäre bis zum Schluss bedrohlich und beklemmend. Die Sprecherin Die Geschichte wird komplett von Laura Maire vorgelesen. Während ihre Stimme ganz gut zur Protagonistin passt, habe ich mich öfter gefragt ob ein männlicher Sprecher für Eugen Letke nicht besser gewesen wäre, auch wenn es ihn noch bedrohlicher dargestellt hätte. Ich lausche zwar gerne der Stimme von Laura Maire, empfand sie aber bei den männlichen Personen nicht ganz so passend. Zudem hätte dies das Erkennen des Perspektivwechsels deutlich erleichtert. Fazit „NSA – Nationales Sicherheits-Amt“ ist eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und sicherlich auch für eine Menge Diskussionsstoff sorgt. Die Idee der totalen Überwachung und des gläsernen Bürgers ist nicht neu, aber hier zeigt sie, welche Auswirkungen sie gehabt hätte, wenn schon damals diese Art von Computerprogrammen verwendet worden wäre. In vielen Punkten konnte mich Andreas Eschbach mit diesem Roman überzeugen, es gab aber auch einige Kritikpunkte, die mich störten. So zum Beispiel auch das Ende dieser Geschichte, das ich einfach nicht nachvollziehen konnte und in meinem Augen schon fast an Absurdität grenzte.
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    MichaelaG / Lesejury

    5 Sterne
    01.11.2018
    Verstörend
    Das ist ein großartiges Buch. Sehr verstörend, da ist man froh, dass Hitler noch keine Computer und heutige Technologie zu seiner Verfügung hatte. Er hat ja schon mehr als genug Schaden angerichtet mit den Mitteln, die ihm zur Verfügung standen. Nicht auszudenken, was er heutzutage gemacht hätte -- aber halt, genau das hat Andreas Eschbach ausgedacht. Und es ist schrecklich. Es ist auch beunruhigend, dass wir heutzutage so viel online machen. Unsere ganzen Daten sind dort, für alle Welt zum Missbrauch, denn wir (bzw unsere Daten) sind auch nur so gut geschützt wie die Server auf denen sie liegen -- und die werden ja ständig spektakulär gehackt. Und obwohl ich mir all dessen bewusst bin, empfinde ich es als angenehm. dass ich z.B. meinen Stromzählerstand online übermitteln kann. Im Grunde, und besonders nach Lektüre dieses großartigen Romans, sollte man sagen: wehret den Anfängen -- aber natürlich rechnet niemand wirklich damit, dass seine Daten derart missbraucht werden. Ich möchte dieses Buch jedem ans Herz legen, und ich wünschte mir, dass es ins Englische übersetzt würde, damit viel mehr Leute es lesen könnten. Laura Maire als Sprecherin hat ihre Sache großartig gemacht -- sehr eindringlich, ohne theatralisch zu sein. Ein fantastisches Hörerlebnis.
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    Vorleser / Lesejury

    5 Sterne
    23.10.2018
    Einfach genial
    Was wäre gewesen, hätte man im zweiten Weltkrieg schon Computer besessen? Wenn es schon das Internet und somit die vielen Möglichkeiten der totalen Überwachung gegeben hätte? Dieser spannenden Frage geht Andreas Eschbach in seinem neuen Roman nach. Anhand der Programmstrickerin Helene und ihrem Vorgesetzten Eugen Lettke werden die verheerenden Folgen in einer sehr spannenden Geschichte aufgezeigt. Meine Meinung: Dies war mein erstes Buch aus der Feder des Autoren Andreas Eschbach. Die Inhaltsangabe fand ich sehr interessant und ich muss sagen, das Cover passt perfekt zu dem Buch. Ich wurde kein bisschen enttäuscht, die Handlung ist wahrlich spannend. Helene war mir sofort sympathisch und ich konnte ihre Handlungsweise sehr gut nachvollziehen. Sie ist mit der Regierung nicht einer Meinung, und sie tut ihr im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles um ihre Freunde zu beschützen. Was ihr mal mehr und mal weniger gelingt. Eugen Lettke im Gegenzug nutzt die neue Technik um sich für eine Demütigung in seiner Jugendzeit an den beteiligten Personen zu rächen. Die Greueltaten der Nazis in Verbindung mit den neuen Möglichkeiten durch die Computer führt dem Leser noch einmal die ganzen wirklich schlimmen Verbrechen vor Augen und wieviel schlimmer es noch hätte kommen können. Geschickt versteht es der Autor Fiktion und echte Personen (Anne Frank, Geschwister Scholl, Himmler, etc.) zu verbinden. Fazit: Spannend und desaströs. Mein absolutes Lesehighlight dieses Jahres.
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    Nijura / Lesejury

    Andreas Eschbach

    Autor

    Andreas Eschbach, geboren 1959 in Ulm, verheiratet, schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Bekannt wurde er vor allem durch den Thriller DAS JESUS-VIDEO, gefolgt von Bestsellern wie EINE BILLION DOLLAR und AUSGEBRANNT, mit denen er endgültig in die Top-Riege der deutschen Autoren aufgestiegen ist. Sein Roman NSA – NATIONALES-SICHERHEITS-AMT befasst sich mit der brisanten Frage: Was wäre, wenn es im dritten Reich bereits Computer, das Internet und Soziale Medien gegeben hätte – und deren totale Überwachung? In dem Kriminalroman FREIHEITSGELD zeigt er eine nicht allzu ferne Zukunft, in der Automatisierung, Klimawandel und die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens das Leben der Menschen entschieden verändert hat. Andreas Eschbach lebt mit seiner Familie seit 2003 als freier Schriftsteller in der Bretagne.

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    Portrait: Andreas Eschbach

    © Olivier Favre

    Laura Maire

    Sprecherin

    Laura Maire arbeitet als Schauspielerin, Hörbuch- und Synchronsprecherin. Sie hat u. a. die Rolle der Alice Cullen in Twilight synchronisiert und in dem prämierten Hörspiel Der Krieg der Knöpfe mitgewirkt. Bekannt wurde sie 2001 durch die ARD-Serie Verdammt verliebt. Seitdem stand sie für verschiedenste TV-Produktionen vor der Kamera. 2011 und 2014 gewann sie den Deutschen Hörbuchpreis in der Kategorie „Beste Interpretin“.

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    Portrait: Laura Maire

    Olivier Favre

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