Kaputte Herzen kann man kleben

Roman

4.42105 Sterne

(19 Bewertungen insgesamt)

Hebamme Luisa ist alleinerziehend. Ihr Ex entzieht sich seinen Verpflichtungen, wo er kann. Als Luisas Rücken die Notbremse zieht, muss sie mit ihrer kleinen Tochter eine Auszeit nehmen: bei der exzentrischen Tante in St. Peter-Ording. Die geschickten Hände des verschlossenen Physiotherapeuten Tom helfen ihr wieder auf die Beine, doch die Seele will nicht recht nachziehen. Bis sie am Strand auf ein Grüppchen Frauen trifft, das es sich zum Motto gemacht hat, fünfe gerade sein zu lassen. Und auch Tom ist auf einmal nicht mehr so verschlossen ...

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Produktinformationen

Verlag

Lübbe

Format

eBook (epub)

Genre

Liebesroman

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7517-0365-9

Erscheinungsdatum

25.06.2021

19 Meinungen zu diesem Titel

Rezensionen aus der Lesejury

3 Sterne
28.06.2024
Leichte Sommerlektüre mit Schwächen
Eine gestresste Hebamme aus München versucht in St.-Peter-Ording wieder zur Ruhe zu kommen. Das Cover fand ich sehr ansprechend, ebenso wie der gut gewählte Klappentext. Der Schreibstil ist angenehm leicht und man kann der Handlung gut folgen. Auch werden die Szenen und Setting gut beschrieben, so dass ein lebhaftes Bild im Kopf entsteht. Mit den Personen habe ich mir schon deutlich schwerer getan. Die Protagonistin ist doch sehr auf sich fixiert und ich konnte ihre Handlungsweise nicht immer nachvollziehen. Einerseits ist sie eine Helikoptermutter, andererseits macht es ihr nichts aus, den ganzen Tag mit dem Fahrrad unterwegs zu sein und das Kind bei jemanden zu lassen, den sie nicht mag. Generell kommt in diesem Buch immer wieder das Thema auf, welches Opfer es doch ist, Mutter zu sein. Und das, obwohl die meisten Freundinnen einen tatkräftigen Partner an der Seite haben, der sie voll unterstütz. Das fand ich auf Dauer etwas nervig. Immer wieder gibt es unterschwellig spöttische Kommentare über Mütter, die gesunde Mahlzeiten kochen oder sich im Schulalltag einbringen. Auch wenn dieser Lebensstil sicher nicht für jeden ansprechend ist, so sind diese Wertungen doch unangebracht. Ebenso der Hinweis, dass der „Weiberheld“ (warum er so genannt wird bleibt auch ein Geheimnis) ein „Angeberauto“ fährt, wobei er doch viel lieber ein E-Auto hätte. Und überhaupt kommt gefühlt in jedem Kapitel vor, wie toll es ist ein E-Bike zu fahren. Hier konnte ich einfach nicht nachvollziehen, was diese Aussagen bezwecken sollen. Auch wenn man bei so einen Roman ein Happy-End erwartet, gingen mir persönlich die Problemlösungen zu schnell und viel zu einfach. Schwierigkeiten, die vorher als unlösbar galten (z.B. Versicherung) spielen plötzlich keine Rolle mehr („das ist es mir wert“). Ganz nebenbei wird noch auf die (sehr wichtige!) Problematik der mangelnden Hebammenversorgung hingewiesen. Fazit: Das Buch lässt sich angenehm lesen und ist sicher ein guter Begleiter, wenn man eine leichte Unterhaltung sucht. Allzu sehr hinterfragen sollte man jedoch nicht.
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La_Donna

4 Sterne
28.06.2024
Kaputte Herzen kann man kleben
Kaputte Herzen kann man kleben von Kristina Günak ist ein Wohlfühlroman der sich schnell lesen lässt. Ein leichter Roman für zwischendurch. Louisa ist Hebamme mit Herz und Seele, doch als alleinerziehende Mutter ist es für sie nicht immer leicht. Als sie krankgeschrieben wird beschließt sie die Sommerferien bei ihrer Tante in St. Peter - Ording zu verbringen. Aber auch da belasten ihre Sorgen sie körperlich und seelisch. Für die körperlichen Beschwerden geht sie zu dem verschlossenen Physiotherapeuten Tom. Als sie dann am Strand fünf Frauen kennen lernt, scheint auch alles andere langsam zu heilen. Ich bin gut und schnell in das Buch gestartet. Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Zudem wird das Leben an der Nordsee sehr authentisch und plastisch beschrieben. So kann man quasi das Meer hören, den Duft riechen und den Wind spüren. Auch der Plot ist leicht und interessant, allerdings etwas vorhersehbar. Aber bei einem Roman dieser Kategorie nicht weiter schlimm. Zudem hat die Autorin mehrere Themen die sie in ihrem Buch vermittelt. Es geht um die Herausforderung alleinerziehend zu sein, dazu Vollberufstätig, Hebammenmangel bzw die Belastung einer Hebamme, Freundschaft und Liebe. Es zeigt gekonnt wie wichtig es ist manchmal den Kopf aus und das Herz dafür anzuschalten. Die Autorin transportiert die Emotionen und Sorgen auf anschauliche Art. Auch die Protagonisten sind alle sehr sympathisch und authentisch beschrieben. Man kann sich in jeden gut hineinversetzen. Was mich etwas störte war die teilweise etwas nervige Art von Louisa, aber wenn man ihre Eigenarten kannte konnte man darüber hinwegsehen. Auch waren mir die Probleme und Sorgen der anderen Frauen etwas zu nervig. Das war Jammern auf hohem Niveau. Das Ende war vorhersehbar und nicht besonders überraschend, passte aber gut zum gesamt Bild des Buches. Das Buch bietet lockere und leichte Lesestunden.
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nasa2000

5 Sterne
28.06.2024
Eine tolle Unterhaltungslektüre
In ihrem neuen Roman entführt uns die Autorin nach St. Peter-Ording. Und hier lernen wir wunderbaren Menschen und ihre Geschichten kennen. Der Inhalt: Eigentlich kann es Louisa nicht wundern, dass ihr Rücken eines Morgens die Notbremse zieht. Der einstige Traumjob als Hebamme zehrt an den Kräften, und der Ex entzieht sich den Vaterpflichten, wo er nur kann. Auf sich allein gestellt, muss sie mit ihrer kleinen Tochter eine Auszeit nehmen: bei der exzentrischen Tante in St. Peter-Ording. Die geschickten Hände des verschlossenen Physiotherapeuten Tom helfen ihr wieder auf die Beine, doch der Knacks in ihrer Seele bleibt. Bis sie am Strand auf ein Grüppchen Frauen trifft, das es sich zum Motto gemacht hat, fünfe gerade sein zu lassen. Und auch Tom ist auf einmal nicht mehr ganz so verschlossen…. Durch den tollen Schreibstil der Autorin habe ich sofort wieder wunderbare Bilder vor meinem inneren Auge. Ich habe Lu und ihre kleine Tochter an die Nordsee begleitet und habe mich hier sofort pudelwohl gefühlt. Ich kann mich total in Lu hineinversetzten und verstehe ihre Zerrissenheit, ihre Angst. Ich merke aber auch die Veränderung und dazu tragen viele liebenswerte Menschen bei, die sie hier in St. Peter-Ording kennenlernt bei. Auch Tom, der anfangs sehr verschlossen war, taut auf einmal auf. Doch ist Lu letztendlich bereit hier einen Neuanfang zu wagen? Ein toller Wohlfühlroman, der mir Traumlesestunden beschert hat und den ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe. Das farbenfrohe Cover versprüht schon Gute Laune. Gerne vergebe ich für diese tolle Unterhaltungslektüre 5 Sterne.
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regenbogen

3 Sterne
28.06.2024
Nette Unterhaltung mit etwas anstrengender Hauptfigur
„Und da waren wir nun. Amelie und Luisa Haselnuss aus München auf dem Weg nach St. Peter-Ording. Eine Mini-Kleinfamilie, verloren im Leben. Also ich war verloren, mein Kind zum Glück nicht, weil es ja mich gab, mit genau vier Euro siebzig in der Tasche und dem seltsam wattigen Gefühl, dass mein Leben sich nun ändern würde - ändern musste, denn so konnte es nicht weitergehen.“ Luisa arbeitet in München als Hebamme. Als ihr die Belastungen des Berufs und der Alltags als Alleinerziehende zu viel werden, nimmt sie gemeinsam mit Tochter Amelie eine dringend nötige Auszeit und fährt zu ihrer Tante Mimi nach Sankt Peter Ording. Den ganzen Stress hinter sich zu lassen, entpuppt sich allerdings als große Herausforderung. Seit dem Tod von Luisas Mutter haben Mimi und Luisa Probleme miteinander. Hinzu kommt, dass Luisa unter ständigen Rückenschmerzen leidet. Ob der attraktive Osteopath Tom und die unkonventionelle Strandfrauengruppe Luisa helfen können? Kristina Günak schreibt flüssig, unkompliziert und humorvoll aus Luisas Sicht in der ersten Person. Ihr eingängiger Sprachstil lässt sich angenehm leicht lesen. Hauptfigur Luisa steht ständig unter Strom. Sie setzt sich selbst unter Druck, wird ihren eigenen überzogenen Erwartungen nicht gerecht, weder im Beruf noch als Mutter. Für ihre Patientinnen hat sie zu wenig Zeit und den Vergleich mit anderen perfekten Vollzeit-Müttern glaubt sie, nicht bestehen zu können. Leider hatte ich meine Schwierigkeiten mit Luisa. Die sensible Frau tat mir sehr leid, aber sympathisch war sie mir nicht. Ich konnte Luisa und ihren Kummer gut nachvollziehen, empfand sie als Person aber als zu verkrampft, manchmal weinerlich und irgendwie anstrengend. Einige andere Figuren wie ihre neuen Freundinnen aus Sankt Peter wirken dagegen recht erfrischend, auch wenn sie nicht besonders differenziert dargestellt werden. Tom kommt für mich zu blass und brav rüber, ihm fehlen die Ecken und Kanten. Findet Luisa Ruhe und schafft sie es, sich von ihren überzogenen Ansprüchen zu lösen? In Sankt Peter Ording trifft sie viele Menschen, die ihr zeigen, dass man auch mal Fünfe gerade sein lassen muss und dass sie nicht allein ist. Gut gefallen hat mir, dass der Roman darauf hinweist, wie schwierig die aktuelle berufliche Situation für Hebammen in Deutschland ist. Ein Problem, dem dringend mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Außerdem wird sehr deutlich, wie schwer es Mütter, vor allem Alleinerziehende haben und dass es notwendig ist, sich von der Vorstellung zu verabschieden, dass man alles alleine schaffen muss. Luisas neue Bekannte Steffi drückt es im Buch folgendermaßen aus „Alleine geht das nicht. Das mit der Kinderaufzucht. Man braucht ein Dorf, besser eine Stadt.“ Auch Steffis sonstige Gedanken zur Kindererziehung machen Spaß: „Natürlich sind wir keine gute Mütter! Wir sind die besten Mütter der Welt. Ich möchte nicht, dass meine Tochter lernt, dass man perfekt sein muss. Und das kann ich ihr perfekt beibringen.“ Die Geschichte ist insgesamt unterhaltsam und nett, leider enthält sie aber auch allerhand Klischees. Perfekte Mütter, die die vegane Bio-Ernährung bevorzugen, werden beispielsweise immer wieder als Feindbild gesehen. Mit großen Überraschungen wartet die recht vorhersehbare Handlung nicht auf. Ein Eskapismus-Roman mit Nordseeflair, leichte Unterhaltung mit kleinen Schwächen, gut geeignet als Urlaubslektüre.
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Kristina Günak

Autorin

Kristina Günak wurde 1977 in Norddeutschland geboren. Nachdem sie jahrelang als Maklerin arbeitete, ist sie heute als Mediatorin und systemischer Coach tätig. 2011 erschien ihr erster Roman, und seither hat sie sich mit ihren humorvollen Büchern unter Liebesromanleserinnen einen Namen gemacht. Sie schreibt auch unter dem Pseudonym Kristina Steffan.

Portrait: Kristina Günak

© Kristina Günak

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