Krone der Welt

Illustriert von

Markus Weber

Historischer Roman

4.56383 Sterne

(47 Bewertungen insgesamt)

12,90 €

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Produktinformationen

Verlag

Lübbe

Format

Buch (Taschenbuch)

Genre

Historische Romane

Seitenanzahl

688 Seiten

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-404-18307-4

47 Meinungen zu diesem Titel

Rezensionen aus der Lesejury

4.5 Sterne
28.06.2024
Bewegender Historischer Roman über das Goldene Zeitalter Amsterdams
Worum geht‘s? Lebt man inmitten eines Krieges, der nicht nur territorial sondern auch religiös motiviert ist, kann sich das Leben schnell und dramatisch ändern. Wir begleiten die Familie Aardzoon bei ihrer Flucht aus der von den Spaniern belagerten Stadt hin in ein unbekanntes, ungewisses, neues Leben. Wir erleben, wie sich die drei Kinder Vincet, Betje und Ruben des angesehenen Antwerpener Architekten in ihrer neuen Heimat Amsterdam ein neues Leben aufbauen und dabei trotz ihrer unterschiedlichen Wege immer wieder zusammenfinden. „Krone der Welt“ ist der erste Teil einer noch entstehenden Reihe von historischen Romanen, die sich thematisch um den Aufbau verschiedener Städte drehen. Der ab November 2021 erhältliche Nachfolger „Gold und Ehre“ wird in der Hansestadt Hamburg spielen. Wir können gespannt sein. Meinung Es gelingt der Autorin Sabine Weiß sehr elegant die Geschichte um das Aufblühen Amsterdams zur Weltmetropole mithilfe des Lebens der Protagonisten zu erzählen. Die Figuren sind nicht alle fiktiv, viele der Personen, denen wir im laufe des Buches begegnen gab es zu der damaligen Zeit tatsächlich. Hier zeichnet sich die gute Recherchearbeit der Autorin aus. Die Geschichte fühlt sich so real an, dass ich wirklich darin versunken bin und mich so gefühlt habe, als würde ich an der Seite der Protagonisten selbst in Amsterdam herumlaufen. Mir gefällt, wie die Beziehung zwischen den drei Geschwistern aus deren jeweiliger Perspektive dargestellt wird. Die Konflikte, die zwischen Geschwistern entstehen, aber auch das untrennbare Band, das sie zusammenhält ist glaubhaft dargestellt. Es fiel mir nicht schwer mich in sie hereinzuversetzen. Ich habe für sie gefiebert und gehofft, mit ihnen gelitten und gestrahlt. Die Geschichte hat die ein oder andere Wendung parat, übertreibt dabei aber nicht. Es gelingt der Autorin gut, sodass ich am Anfang nicht das Ende vorhersehen konnte. Durchaus gab es einige Ereignisse im Buch, die mich erschreckt haben, doch verliert die Geschichte dabei nicht die Authentizität - das Leben hat eben teilweise doch dramatische Wendungen parat. Ein sehr wichtiges und die Geschichte durchweg präsentes Thema ist das der Religion. Wir werden gut eingeführt in den religiösen Konflikt zwischen den Katholiken und Calvinisten. Wir erleben, was für Auswirkungen es haben kann, wenn man einander nicht toleriert. Mir gefällt, wie die Charaktere fest zu ihrem Glauben stehen und doch lässt sich teilweise das Glimmern der Selbstreflexion erkennen. Es zeigt, dass dieser geopolitische Konflikt, der die Mitte Europas mit ihren Großmächten Frankreich, England, Spanien und dem Deutschen Reich lange Zeit in den Krieg stürzte und spaltete eben doch auch ein sehr individueller Konflikt war. Fazit „Krone der Welt“ ist ein absolut herausragendes Buch, eine Krone des Genres der „Historischen Romane“. Jeder, dem dieses Genre gefällt, kann entschlossen zugreifen. Auch für Neueinsteiger bietet sich dieses Buch als Einstieg an. Die Geschichte ist so fesselnd, dass es wirklich schwer fällt das Buch aus der Hand zu lesen. Die Charaktere sind greifbar, real - menschlich. Der Autorin gelingt die Einordnung in den historischen Kontext elegant. Ich bin äußerst gespannt auf den ab November erhältlichen Nachfolger „Gold und Ehre“. Bis dahin sollte jeder, der dieses Buch noch nicht gelesen hat zugreifen - es lohnt sich.
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klausberg2018

5 Sterne
28.06.2024
Die Krone der Welt
Ein wirklich großartiger historischer Roman, der in der Zeit zwischen 1585 und 1617 spielt. Ein Epos, das uns Amsterdam und seine Bürger in dieser Zeit näherbringt. Der Baumeister Wim Aardzoon muß mit seinen drei Kindern aus Antwerpen fliehen, nachdem er sich gegen die Belagerung der Spanier gewehrt hat. In Amsterdam hofft er bei Glaubensbürger unterzukommen, Es herrscht ein unbarmherziger Religionskrieg zwischen den Katholiken und den Protestanten. Nachdem Wim bei einem Hinterhalt ums Leben kommt, müssen die drei Kinder ins Waisenhaus. Vincent der Älteste hält sich mit Arbeiten über Wasser und wird mit viel Fließ und großer Energie dann Architekt und erstellt für Amsterdam prächtige Bauten. Der Mittlere, Ruben ist ein Freigeist und Hitzkopf und gerät immer wieder in Schwierigkeiten. Letztendlich heuert er als Schiffsjunge an und wird dann Seemann, der als erstes die Ostinienlinie befährt. Betje ist sehr indtrovertiert und hängt sehr an ihren Brüdern. Aber sie kann unheimlich gut kochen und findet dann als Köchin ihre Erfüllung. In diesem Buch wird der ganze Lebensweg der Drei erzählt von Kindheit an bis zum Erwachsenenalter. Sie müssen als Kinder hungern und viele Entbehrungen auf sich nehmen. Auch als Erwachsene haben sie einige negative Erfahrungen und schmerzvolle Momente. Wir erfahren hier die Unterschiede vom einfachen Volk und von den höhergestellten Persönlichkeiten. Auch die Liebe und Liebelei darf in einem geschichtlichen Epos nicht fehlen, ebenso ein Bösewicht, der hier in dem Soldaten Lazarus dargestellt wird. Die Autorin hat sehr umfangreich recherchiert. Spanien wie auch England haben Interesse an Amsterdam, die politische wie auch militärische Situation wird hier ausführlich beschrieben, so dass der Leser hier die wirklich geschichtlich Information erhält, die sich sehr interessant liest und so manchen Einblick gibt. Sabine Weiß mixt hier gekonnt Fiktion mit Geschichte und macht daraus eine gute Lektüre. Das Buch mit seinen 700 Seiten liest sich trotzdem recht flott, weil es unheimlich interessant geschrieben ist und die Ausdruckweise und der Stil gut zu lesen ist. Am Anfang des Buches ist ein hilfreiches Personenverzeichnis und am Ende das Glossar mit den Begriffen und Ausdrücken aus dem Holländischen. Das Cover zieht ein Wappen, welches auch im Wappen von Amsterdam enthalten ist. Ein Buch, das lebendig ist und zugleich lehrreich.
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schlossherrin

3.5 Sterne
28.06.2024
Amsterdam um 1600 zum Leben erweckt
„Krone der Welt“ ist der neue historische Roman aus der Feder von Sabine Weiß. An der Seite von Vincent, Betje und Ruben erleben wir die Entwicklung Amsterdams ab Ende des 16. Jahrhunderts für ca. 30 Jahre mit. Erschienen ist der Roman bei Lübbe im Dezember 2020. Amsterdam, Ende des 16. Jahrhunderts: Amsterdam ist bereits jetzt eine wichtiger Handelsplatz, der durch den Glaubenskonflikt in den folgenden Jahrzehnten noch zunehmen soll. Die drei Geschwister Vincent, Betje und Ruben sind nach dem Ende der Belagerung Antwerpens hierhin geflohen und wollen sich ein neues Leben aufbauen. Vincent interessiert sich für die Baukunst und möchte unbedingt Architekt werden. Den ungestümen Ruben zieht es hinaus aufs Meer und Betje findet ihre Bestimmung in der Küche und im Ausprobieren von neuen Rezepten. Es ist eine Zeit vieler Umbrüche, in der die drei Kinder aufwachsen. Spanien und England kämpfen um die Vormacht auf dem Meer, Kaufleute gewinnen immer mehr an Bedeutung und die Auslegung des eigenen Glaubens sorgt für viel Konfliktpotenzial. „Krone der Welt“ ist ein Buch, auf das ich mich in diesem Jahr sehr gefreut habe. Ich habe schon historische Romane gelesen, wo am Rande mal Brügge oder auch Amsterdam vorgekommen sind, aber noch keinen bei dem Amsterdam und die Niederlande im Mittelpunkt stehen. Sabine Weiß Schreibstil hat mir wie immer gut gefallen. Amsterdam und seine Grachten werden vor dem inneren Auge zum Leben erweckt. Ihre Beschreibungen sind atmosphärisch und ich liebe es in diesen Bildern der Orte und Landschaften zu versinken. Geschickt wurden einige niederländische Anreden und Begriffe eingebaut, die in der Zeit üblich waren und dem Roman Authentizität verleihen. Für mich war es kein Roman, bei dem kontinuierlich Spannung aufgebaut wurde, sondern ein Roman mit vielfältigen spannenden Themen. Die Entwicklung der Stadt Amsterdam und Architektur nehmen einen wichtigen Platz im Gefüge ein. Wir erfahren aber auch etwas über den Glaubenskonflikt jener Zeit, dem Kampf um die Beherrschung der Meere, dem immer wichtigeren Stellenwert der Kaufleute und des Handels und die schwierige politische Lage, in der sich die Niederlande in jener Zeit befanden. Leider hatte ich teilweise das Gefühl, dass sich diese vielen Themen nicht in der richtigen Balance befunden haben. Teilweise war ich richtig gut im Buch drin und konnte es kaum aus der Hand legen, dann gibt es kleinere Abschnitte, in denen die Geschichte abgehackt war und ich teilweise ein wenig verwirrt zurückgelassen wurde. Es wirkt so, als ob das Thema noch schnell mit untergebracht werden sollte, um auch wirklich jeden Aspekt jener Zeit abzudecken. Ich finde das sehr schade, denn man merkt auf jeder Seite die Begeisterung für Amsterdam und wie viel Zeit die Autorin in die Recherche investiert hat. Für meinen Geschmack hätte das Buch noch dicker sein können. Ich hätte diese Themen gerne ausführlicher ausgearbeitet gehabt und ich glaube das hätte den Roman insgesamt runder gemacht. Der Glaubenskonflikt war mir beispielsweise nicht greifbar genug. Es wird schon gesagt, was die Unterschiede sind und worum sich gestritten wird, aber ich wäre gerne dennoch näher am Alltag der unterschiedlichen christlichen Glaubensrichtungen dabei gewesen. Gut gelungen hingegen ist, dass keine Glaubensrichtung als die einzig wahre dargestellt wurde und es auf allen Seiten sowie gute als auch böse Menschen gab. Mit den Personen im Buch habe ich mitgefiebert und die Geschwister erfüllen ihre Rolle als Sympathieträger wunderbar. Vincent und seine Entwicklung war mir allerdings zu sehr im Fokus. Betje und Ruben sind beides spannende Charaktere. Bei Vincent wird vieles ausführlich beschrieben, während die anderen Geschwister nur kurze Kapitel zwischendurch bekommen. Ich wäre gerne noch mehr beim harten Seefahrerleben von Ruben dabei gewesen oder hätte manche Szene von Betje gerne noch ausführlicher gelesen. Die Bösewichte in diesem Roman sind sehr hassenswert, gerade Lazarus ist teilweise etwas überzeichnet in dieser Hinsicht. Es gibt aber auch Menschen, die sehr von ihrem christlichen Fanatismus sowie einer gewissen Profitgier geprägt sind. Andere wiederum waren Gefangene ihrer Angst und dem Unvermögen sich aus unkomfortablen Situationen aus eigener Kraft zu befreien. Das Buch ist mit einigem an Zusatzmaterial ausgestattet. So gibt es in den Buchklappen eine Karte der Niederlande und von Amsterdam um 1600, ein Personenverzeichnis, ein Glossar und ein kurzes Nachwort. Auf der Homepage der Autorin findet ihr weiteres Infomaterial zum Buch, dass einige wichtige Themen des Buches ausführlicher beleuchtet. Fazit: Ein solider historischer Roman über Amsterdam um 1600 und eine Zeit voller Umbrüche, der durch seine Vielfalt an Themen im Gesamtbild etwas unrund wirkt. Die Autorin glänzt durch tolle Beschreibungen der Schauplätze und einer Begeisterung für Amsterdam, die man auf jeder Seite merkt. Empfehlenswert für alle, die gerne historische Romane abseits der üblichen Schauplätze und Königshäuser lesen.
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moni2506

5 Sterne
28.06.2024
Baumeister, Seefahrer, Köchin und der Aufstieg Amsterdams
In „Krone der Welt“ entführt die Autorin Sabine Weiß uns ins Amsterdam um 1600. Im Mittelpunkt des Romans steht die Geschichte Familie Aardzoon. Der Vater ist Baumeister, verwitwet und hat drei Kinder: Vincent, Ruben und Betje. Sie leben in Antwerpen, das im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten belagert wird. Die Familie erlebt viele Entbehrungen und flieht schließlich nach Amsterdam. Dort müssen sie sich ein neues Leben aufbauen. Vincent will Architekt werden, Ruben zur See fahren und Betje als Köchin arbeiten. Wie von Sabine Weiß gewohnt sind die Charaktere des Romans gut herausgearbeitet und die Geschichte spannend zu lesen. Neben den Hauptfiguren treten auch viele interessante Nebencharaktere auf und es gibt immer wieder überraschende Wendungen in der Handlung. Ganz nebenbei erfährt man einiges über die damalige Zeit die Bedeutung des Handels und des Glaubens und die historischen Streitigkeiten, bei denen auch Engländer und Spanier massiv mitmischen. Sehr schön sind auch die Schilderungen der Entwicklung Amsterdams. Mein Fazit: „Krone der Welt“ ist ein historischer Roman, bei dem ich mitfiebern konnte und viel über eine mir bis daher nicht bekannte Zeit erfahren habe.
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Irismaria

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Sabine Weiß

Autorin

Sabine Weiß, Jahrgang 1968, arbeitete nach ihrem Germanistik- und Geschichtsstudium als Journalistin. Seit 2007 veröffentlicht sie erfolgreich Historische Romane, seit 2016 zusätzlich Krimis um Kommissarin Liv Lammers und ihr Team. Mit deren Fall DÜSTERES WATT gelang ihr 2022 der lang verdiente Sprung auf die Bestsellerliste. Wenn Sabine Weiß nicht auf Recherchereise für ihre Bücher ist, lebt sie mit ihrem Mann und ihrem Sohn bei Hamburg.

Portrait: Sabine Weiß

© Luca Poling

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